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2015 Bangkok Thailand Urlaub

Bye bye Thailand

Es hat sich ja schon angekündigt, aber alles braucht irgendwann ein Ende, so auch unser Thailand-Urlaub 2015. Aber so leicht geben wir uns nicht geschlagen: den Abflug geschickt auf 20:35 gelegt, so hatten wir noch einen (fast) kompletten Tag in Bangkok.

Also Koffer gepackt, nochmal auf der Hotelterrasse gefrühstückt und dann ausgecheckt. Die Koffer haben wir im Hotel gelassen und uns wurde gleich netterweise angeboten, dass wir später auch noch den Pool und die Duschen benutzen können. Sehr freundlich.

Los ging es also in Richtung des Nang Loeng Market, denn dort sollte es angeblich den besten Fruit Shake Bangkoks geben. Und diese Shakes sind auch in schlecht großartig. Naja, nach 20 Metern stand uns wieder das Wasser überall, aber wir haben zielgerichtet alle „Taxi, Taxi“-Rufe abgewehrt. Hinter Tobi lief dann irgendwann eine ältere Dame her, die ihm ein stets wiederholtes „you so big“ hinterherrief. Naja, stimmt ja auch :-)

Der Weg zum Markt führte uns dann nochmal durch etwas weniger touristische und etwas mehr thailändische Gegenden Bangkoks, mit Königsportraits in XXL zum Superpreis und Hinterhofgaragen. Aber soviel vorweg: wie so vieles, haben wir auch den Markt nicht gefunden… Dafür sind wir aber in das Fruit and Vegetable Festival 2015 gestolpert. Und das war mehr als ein Ausgleich für den verpassten Fruchtshake. Hier waren wir irgendwie zum ersten Mal die, die wirklich aus der Masse herausstachen, denn außer uns waren nur Thais da. Ich glaube, deshalb haben sie auch gar nicht erst versucht, uns etwaigen Eintritt abzunehmen, sondern uns gleich die Eintrittssticker ans nasse Hemd gepappt.

Hier haben wir dann nochmal die (vor)letzten Bangkok-Dollar unters Volk gemischt und munter eingekauft. Den lokalen Fokus merkte man auch daran, dass wir keine Ahnung hatten, was wir da jeweils gekauft haben: es war nämlich ausschließlich auf Thai beschrieben. Beim letzten Stand mussten wir dann auch brav für die Tütenübergabe posieren. Wer weiß, auf welcher Werbetafel wir uns bald wiederfinden (wobei wir wirklich nicht mehr präsentabel aussahen).

Nach dem vielen Obst wollten wir uns dann noch einen Tempel anschauen, denn die sind wirklich faszinierend schön. Die Wahl fiel auf den um die Ecke gelegenen Wat Benchamabophit. War schön, nochmal ein wenig im Schatten sitzen zu können. Das war dann aber auch langsam genug („langsam“… wir waren jetzt knapp 4 Stunden unterwegs), deshalb wieder einmal professionell ein Taxi angehalten und uns genauso professionell wieder zur Khaosan Road fahren lassen, die kennen die Taxifahrer nämlich wenigstens. Hier wurde Tobi auch nur noch ein einziger superduper Designeranzug angeboten, vielleicht kennen die ihn mittlerweile.

Wieder im Hotel haben wir dann unsere Drohung wahr gemacht und Tobi ist in Boxershorts in den Pool gehüpft, während Elena noch eisgekühlte Getränke verzehrt hat. Frisch geduscht haben wir uns dann ein Taxi genommen, wo uns der (wirklich wirklich) nette Hotelmitarbeiter auch gleich gefragt hat, ob wir lieber zum Pauschalpreis oder mit Taxameter fahren wollen. Mittlerweile kennen wir ja das Preisgefüge, und so haben wir uns alte Hasen für den Pauschalpreis entschieden, um monströse 150 Baht zu sparen…

Am Flughafen haben wir dann noch unsere wirklich letzten Bangkok-Dollar in wunderbarste Souvenirs umgerubelt und sind dann pünktlich Richtung Abu Dhabi gestartet. Leider war der erste Flug im Gegensatz zum Hinflug aber auch restlos ausgebucht, also gab es keine freie Liegenwahl an Bord. Koscheres Essen wurde auch wieder brav serviert, aber die Berliner Rabbis sind bei der Menüauswahl definitiv besser als die Bangkoker… Außerdem gab es als zweiten Snack einfach nochmal die Hauptmahlzeit, nur nicht warmgemacht. Ob das so im Sinne des Erfinders war? Flug Nummer 2 war dann aber nochmal leerer als die Hinflüge, und so gab es mehr als genug Platz.

Landung pünktlich um 7:00 auf dem wunderbarsten Flughafen der Welt (Berlin-Tegel) und – ein Novum – unsere Koffer wurden gleich als allererste ausgespuckt.

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Alles hat ein Ende – letzter voller Tag in Thailand

Heute war dann der letzte volle Urlaubstag in Thailand für dieses Mal. Morgen geht der Flieger zwar erst um 20:00, aber trotzdem wird das eher ein halber Tag.

Heute gibt es auch nur Stichpunkte:

  • Frühstück im Hotel. Sehr lohnenswert, quasi identisch mit dem auf Samui, nur (noch) hochwertiger. Auch der thailändische Schilderwahnsinn setzt sich fort. Fruist Yoghut für alle!
  • Nach dem Frühstück nochmal zum Palast gewandert, kurz die vorletzten Einkäufe erledigt, und dann nochmal etwas neues ausprobiert…
  • …Taxi fahren. Man liest ja Horrorgeschichten und sonstewas, aber eigentlich ist das alles easy. Man muss sich nur dran gewöhnen, dass der Fahrer halt auch „nein“ sagen kann. Aber sonst: drei Fahrten, dreimal hat der Fahrer brav von sich aus das Taxameter angestellt. Und uns auch jedesmal sicher ans Ziel gebracht. Billig war es obendrein…
  • Eine der Fahrten führte uns mitten rein nach Chinatown. Hier ist es vor allem voll, dann laut, dann dreckig. Mittagessen haben wir hier gefunden. Einkaufen kann man hier schlecht, denn es ist nahezu alles Großhandel, also erst ab mindestens drei Exemplaren wird verkauft. Und das, was verkauft wird, ist halt auch eher Ramsch, Tinnef, und Müll. Wobei manches schon arg nach den Dingen aussieht, die in Dawanda-Shops angeboten werden…
  • Im Hotel nochmal in den Pool. Der war kälter als auf Samui, und viel kälter als auf Phangan.
  • Den Abend abgeschlossen haben wir im Eagle Nest, einer Bar, die wir schon am zweiten Tag besucht haben. Netter Ausblick auf den Fluss, akzeptable Preise, um die letzten Bangkokdollar unters Volk zu bringen, lohnt sich!
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Two Nights in Bangkok…

Aus, Ende, vorbei. Zumindest fast. Heute ging es von Samui wieder aufs Festland, wo wir dann noch zwei Nächte in Bangkok verbringen werden. Den Urlaub langsam ausschleichen quasi.

Also nochmal Aufstehen und Frühstücken im Fair House Villas & Spa auf Samui. Anschließend dann nochmal den Weg zur Villa hochgestapft, die letzten Dinge eingepackt und dann den netten Herrn mit dem Golfcart zur Tür beordert. Denn die Koffer und Taschen wollten wir nun beim besten Willen nicht runterschleppen, besonders nicht in der vorherrschenden Großwetterlage. Dann ausgecheckt und – mit viel Bedauern – Little Buddha abgegeben. Auch der Tankregelung konnten wir durch geschicktes Hangabwärts-Parken ein Schnippchen schlagen: wir haben nämlich gestern festgestellt, dass die Tanknadel höher steht, wenn der Wagen vornüber kippt. Das wurde mit einem „it’s ok“ quittiert, insofern hoffen wir mal, dass das auch tatsächlich ok ist…

Das Taxi (bzw. der hoteleigene Shuttle mit demselben Fahrer, der uns ebengrade mit dem Golfcart abgeholt und auch schon mehrfach nach Chaweng gefahren hat) war dann nochmal nett teuer (das sind die Taxi- bzw. Transportkosten auf Samui generell, die kennen da nämlich kein gutes deutsches Kartellamt), aber wie sonst hätten wir zum Flughafen kommen sollen?

Der Flughafen. Wir kennen Freiluftflughäfen ja nun von Hawaii, aber der hier ist noch einen Zacken schärfer. Während Kauai noch ein „normaler“ Flughafen mit ohne Seitenwänden ist, ist Samui einfach offen wie ein Scheunentor. Aber dank unserer Boutique Airline gab es auch hier wieder Gratis-Verpflegung in Form von Getränken sowie Plunderstückchen, Muffins und natürlich Popcorn. Die waren auch nötig, denn unser Flug hatte leider ein Stunde Verspätung. Aber gut, wir haben in der Wartezeit einfach unsere Kreisläufe so weit heruntergefahren und nur noch die nötigsten Funktionen ausgeführt – der Flughafen hat nämlich ob seiner Bauweise keine Klimaanlage. Zum Flugzeug ging es dann wieder in den schon bekannten Maxi-Golfcarts von der Ankunft. Das Flugzeug sah ein bisschen aus, wie grade aus dem Abstelllager geholt und fix abgestaubt, aber angekommen sind wir ja trotzdem gut. Als Verpflegung dann irgendwas mit Reis, wir haben es angetestet und dankend abgelehnt. Der Chinese neben uns hat es allerdings mit Wonne in sich reingestopft.

Landung unspektakulär, Koffer sind auch angekommen, und der Taxifahrer hat von sich aus das Taxameter eingeschaltet. Auch Gurte hatte die Taxe. Nur keine Gurtschlösser. Aber besser halb als garnicht. Unser Hotel war unserem Fahrer auch nicht wirklich bekannt, aber zumindest die grobe Richtung. Die letzten 500 Meter haben wir dann in Gemeinschaftsarbeit zurückgelegt und unser Fahrer hat sich köstlich über die deutsche Stimme der Google-Navigation amüsiert. So sind wir dann an unserem letzten Stopp angekommen, dem Riva Surya Bangkok. Deutlich kleiner als unsere vorigen Bleiben, und auch das hoch-hinaus durchbrechen wir hier, wir sind nämlich nur im zweiten von fünf Stockwerken. Dafür direkt am Wasser und der Khao San Road gelegen.

Die haben wir uns nach einem Zwischenstopp an unserem Lieblings-Mango-with-sticky-rice-Stand auch gleich mal angeschaut. Naja, interessant trifft es wohl am besten. Wir haben 14 nette Herren gezählt, die Tobi unbedingt einen superdollen Maßanzug verkaufen wollten (wie gesagt, der typische Spontankauf in jedem Urlaub), und einen, der Tattoos veräußerte. Dabei ist dann Elena schwach geworden…

Elena Tattoo

Ist aber noch nicht ganz fertig :-) Die Gestalten hier sind auch eher die total alternativen Backpacker, aber nicht die Bibelmäuschen aus Koh Phangan, sondern mehr so die Yogahäschen aus alternativen Wohnprojekten. Muss man nicht mögen, kann man aber akzeptieren.

Nach einer weiteren Mango mit Sticky Rice sind wir dann noch Essen gegangen, vor der Tür des Hotels haben wir nämlich etwas gesehen, dass viel von offensichtlich Einheimischen (oder zumindest Asiaten) frequentiert wurde. Das „Menü“ gab es auch auf Englisch, allerdings nur ein Gericht: vietnamesische Nudeln mit diversem Fleisch und sonstigem. Was kann für 50 Bhat schon schiefgehen? Richtig: nix. Es war heiß, schmeckte, und noch gehts uns gut, auch wenn wir bei manchen Zutaten immer noch nicht wissen, was es nun genau war.

Den Rest des Abends haben wir dann an der Poolbar mit Blick auf den Fluss und die Myriaden von Dinner Cruises verbracht.

Morgen ist nochmal volles Programm für den letzten Tag, mit einmal Shoppen, einmal Einkaufen und mindesten einer MmSR (Mango mit Sticky Rice).

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Nochmal Bangkok. Nu is aber langsam gut.

Erstmal einen frohen Tag der Arbeit an alle! Und ja, der wird auch hier in Thailand gefeiert und sogar eingehalten.

Irgendwie lustig, dass das erst der dritte Urlaubstag ist. Fühlt sich nach mehr an. Naja, auf jeden Fall ist heute erstmal der letzte Tag Bangkok, das war ja nur zum Reinrutschen nach Thailand gedacht. Und ja, das hat gut geklappt. Den ÖPNV meistern wir schon relativ sicher, nur die Boote halten noch nicht da, wo wir das wollen. Aber hey, Boote, sowas kann man als Berliner auch nicht erwarten.

Nach der langen Tour gestern Abend/Nacht haben wir heute mal wieder ein wenig länger geschlafen. Wobei irgendwann hatte Elena dann Hummeln im Hintern und wollte los, also geduscht, gestarbuckt und dann ab in den Sky Train Richtung Wassertaxi. Wir wollten nämlich nochmal in Richtung vom Palast, um einzukaufen und Mango mit sticky rice zu essen (wir wollten den vertrauenswürdigen Stand nehmen, an den uns Aom auch hingeführt hat). Naja, ganz sooooooo reibungslos lief das dann nicht, denn erstens haben wir nicht das richtige Wassertaxi gefunden (ok, das war mit unsere erste Amtshandlung hier, insofern ist das schon ok, dass wir uns nicht mehr 100% an den Weg erinnern), und zweitens dann auch nicht mehr das Boot für den Rückweg. Viel Gewusel und viiiiiiele Thais, die den Langnasen irgendwelche Bootstouren andrehen wollen. Dabei wollten wir nur unser 60 Pfennig Boot!

Irgendwann haben wir dann das passende Boot gefunden. Der Plan war, in Chinatown auszusteigen. Der Plan. Denn nachdem die nette Ansagering meinte „jetzt mal alle zum Ausgang, die nach Chinatown wollen“, war der „Anhalter/Anleger“ der Meinung „mir doch egal, wer hier rauswill“. Anscheinend reicht es nicht aus, dass vor ihm ein dutzend Leute stehen, sondern er muss explizit angestubst werden. Na gut, können wir auch. Jetzt war aber das Problem, dass wir an einer völlig unbekannten Station hielten. Ok, wir sind dann kurzerhand ins Hotel zurück. Unsere Körper waren eh von einer Wasserschicht bedeckt, die konstant nachproduziert wurde.

Ok, Chinatown ist dann auf den Tag vor dem Abflug verschoben worden. Ihr erfahrt es als erste.

Jetzt wie immer das klassische Programm gefahren: i.e. geduscht. Anschließend haben wir dann eines der Wahnsinnsangebote unseres Luxustempels wahrgenommen und den gratis Shuttlebus zum Asiatique genommen. – Fun fact für zwischendurch: der Heizungsregler im Minibus hat nur blau. Ich schließe mal daraus, dass hier nicht geheizt wird. – Das ist so ein bisschen Dockpromenade in bunt. Aber die Aussicht auf den Sonnenuntergang ist dafür recht gut. Und das Essen auch. Da wir nicht die chain restaurants nehmen wollten, sondern möglichst authentisch bleiben, sind wir erst nochmal auf die Straße vor der Promenade und haben uns hier die vertrauenswürdigsten Stände ausgesucht. Aber nicht gleich das komplette Programm, sondern erstmal easy, also einmal irgendein Fleisch am Spieß (war ok und anders) und etwas, das wie Kuchen aussah, sich auch so anfühlte, und es glaub ich auch sein sollte. Am Ende war es irgendwas mit Süßkartoffel. Naja, kann man laut Elena auch lassen.

Wir haben uns dann doch für eine Kette drinnen entschieden, und sind beim Japaner gelandet. Authentischer gehts wahrscheinlich nur in Japan, insofern ist das schon nah dran :-) War gut, aber wie die immer Suppen und glitschige Nudeln mit Stäbchen essen, ist uns ein Rätsel (ok, es gibt immer diesen Suppenlöffel dazu, und Langnasen bekommen auch ne Gabel). Anschließend über die Promenade geschlendert, an der eine bunte Mischung aus echten Ray Bans, garantiert echten Michael Kors-Taschen und dann tatsächlich echten Waren angeboten wurde. Elena war dann mal shoppen, allerdings auf der authentisch-authentischen Seite. Abseits davon haben wir dann auch noch diverse… ähhhm, Köstlichkeiten probiert, die es hier gab. Nun ja, Asiaten mögen ihr pork. In zedderig.

Alles in allem aber ein voller Erfolg! Bis auf das Waschen und Trocknen in der Waschmaschine. Die Boxershorts sind ok, nur die T-Shirts sind… asiatisch angepasst worden.

Jetzt noch Koffer packen, und morgen gehts dann auf Richtung Flughafen und Insel #1.

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Tuk Tuk-ing the night away

Hier noch ein kleiner Nachtrag zu gestern…

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One Night in Bangkok

Es ist aktuell 1:00 nachts, deshalb ist es möglich, dass der Beitrag hier etwas kürzer ausfällt – obwohl er eigentlich etwas viel ausführlicheres verdient hätte.

Also, Tag 2 in Bangkok, und wir sind auf uns gestellt. Deshalb haben wir auch erstmal bis in den Vormittag geschlafen und sind dann entspannt einen Langnasenkaffee bei Starbucks trinken gegangen. Frühstück war uns noch zu schwierig.

Anschließend haben wir das Shopping-Angebot ausgetestet, denn wie sich herausstellte, liegt unser Hotel direkt an allen großen Malls. Sehr praktisch, zumal man auch einfach einen netten Walkway oberhalb der Straße benutzen kann, um von Mall 1 zu Mall 2 zu Mall 3 zu kommen. Hier mache ich es mal kurz: Shopping in Thailand – kann man sich sparen. Die echten Shops und Ketten (auch viel amerikanisches, was es in Deutschland nicht gibt) sind uninteressant, weil nicht günstig. Und die Fakes im MBK? Naja, wer halt drauf steht… wir nicht. Oder will irgendjemand Kunstleder bei 36 Grad am Körper tragen? Oder „möglicherweise echte“ Medikamente kaufen? Aspirin oder Anabolika? Fängt doch beides mit A an.

Höhepunkt im MBK was der Food Court ganz oben, in dem es für jeweils ca. 3€ Gerichte aus aller Herren Länder Asiens gibt. Und die auch frisch sind. Kann man machen. Ist vielleicht nicht „Streetfood-authentisch“, schmeckt aber.

Wieder zurück, noch einmal durch den Park spaziert, und dann auf Tour #2 gewartet. Die Midnight Food Tour by Tuk Tuk. Auch hier nehme ich es gerne vorweg: lohnt! Anders als gestern mit Aom, aber nicht weniger empfehlenswert. Zum Beispiel war hier die Gruppe größer. Anstatt hier jedes Gericht einzeln zu beschreiben (und das Drumherum), lassen wir mal die Fotos für sich sprechen. Wobei der Höhepunkt hier neben dem Essen sicher unsere Tuk Tuk-Chauffeure und der Besuch im menschenleeren, aber bescheinwerferten Wat Pho waren.

Jetzt müssen wir noch die Fotos zusammensuchen, und dann wollen wir auch ins Bett, deshalb machen wir heute mal Schluss mit Text.

Ach so, eins noch: es schmilzt alles. Wirklich. Alles. Das fängt beim Gummiring am Kameraobjektiv an, geht über den Lederriemen der Kamera, und hört dann irgendwann bei Elenas Nagellack auf…

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Touring Bangkok

Erste Nacht vorbei und gut ausgeschlafen. Oder… vielleicht doch eher „erste Nacht vorbei“ und kein Part übers ausschlafen. Das war nämlich nicht so wirklich vorhanden. Warum? Weil wir um 9:00 in der Lobby mit unserer Guide Aom (von Thai Tour Guide) verabredet waren. Und wir davor ja zumindest noch einen winzigen Happen essen wollten, um die The Royal Grand Palace & The Royal Temple + City +Temple Tour erfolgreich bewältigen zu können. Gesagt, getan, es gab Bagel bei der BKK Bagel Bakery in der Nähe des Hotels. Kann man machen.

Verfrühstückt dann zurück ins Hotel und nochmal hübsch gemacht, um dann pünktlich um 9 in der Lobby zu sein. Und wie angekündigt, war auch Aom da. Sehr nett und sehr thailändisch, und besonders letzterer Punkt wird später noch seine Vorteile ausspielen.

Kurz zur Tour an sich: wir haben uns gedacht, dass wir uns am ersten Tag in einem völlig neuen Land nicht uns selbst überlassen wollen, und haben deshalb eben auf eine Einheimische gesetzt. Die bottom line nehmen wir mal vorweg: es lohnt sich! Absolut!

Aus dem Hotel raus wollten wir dann erst ein Taxi holen, um zur Station #1, dem Royal Palace zu gelangen. Und schon hier zahlte sich Aom aus, denn die Taxen hatten allesamt kein Interesse, dahin zu fahren (weil „ungünstige Richtung“). Also haben wir kurzerhand den Sky Train genommen, quasi die S-Bahn, nur in klimatisiert. Aber weil der Sky Train eben nicht bis zum Palast fährt, ging es danach noch ins Wassertaxi. Und auch hier wieder: Aom vorneweg, weil sie wusste, wo es hingeht. Unbezahlbar!

Der Königspalast ist… beeindruckend. Weitläufig, schnörkelig, aber nie im Kitsch, sondern immer stimmig und passend. Aom hat uns auch immer in die schattigen Plätze gezogen, um über die Geschichte zu erzählen, und auch sonst immer gut an den Schlangen vorbeimanövriert. Statt zum Beispiel für ein Ticket am offiziellen Schalter anzustehen (und die Schlangen waren lang), hat sie uns die Tickets kurzerhand ohne Aufschlag bei eher inoffiziellen Händlern geholt. Habe ich das Wort unbezahlbar schon in den Mund genommen? Den Buddha haben wir auch zufrieden gestellt, denn Aom hatte die passenden Goldblättchen dabei, die wir ihm/ihnen auf den Körper rubbeln konnten.

Nein? Dann kommt es gleich nochmal, denn nach dem Palast hingen uns die Mägen auf halb acht und Aom hat uns (gefühlt) zielsicher an den eher weniger geeigneten Lokalen in ein mehr von Thais besuchtes Etablissement gelotst, die Bestellung übernommen, und uns vor sehr leckeres grünes Curry und Pad Thai gesetzt. Lunch: check!

Anstatt jetzt stur den Plan abzuarbeiten, hat Aom das ganze gut angepasst, Tobi hatte nämlich in der Buchung gesagt, dass hier „food lover“ vor ihnen stehen. Und hier kann man dann das unbezahlbar gar nicht weit genug betonen, denn Aom hat uns wunderbar durch das angebotene Street Food gelotst. Vorbei an den eher zweifelhaften Ständen und hin zur ersten Mango mit sticky rice. Und als der Händler die bereits geschnittene und rumliegende Packung anbieten wollte, hat Aom ihm freundlich mitgeteilt (denken wir), doch bitte alles frisch zu machen. Leckerste. Mango. Ever. Und der klebrige Reis dazu: super. Diverse andere gegrillte Gerichte später sind wir dann weiter, haben noch einen Abstecher beim „authentischen“ Eistee gemacht (Bubble Tea, falls sich noch jemand erinnert), und sind dann auf den Flower Market.

Auch hier sind wir dank Aom in Ecken und Enden gekommen, in die sich Touristen nie verlaufen würden (es waren tatsächlich ausschließlich Thai hier), was schon ziemlich einmalig war. Aom hat dann noch Lotusse (?) „für später“ gekauft. Eine Gemüsehändlerin hat uns dann noch ihr Sortiment auf deutsch aufgezählt (leider waren wir und nicht sicher, was genau nun tamarind war), und eine der unzähligen Blumenhändlerinnen hat uns ihre – Zitat – leider einen Tag zu früh produzierten – Blumenketten geschenkt. Fucking unbezahlbar :-)

Und wenn man dann denkt, es geht nicht mehr besser, kommt noch eine Tuk Tuk-Fahrt zum Einheimischenpreis oben drauf, denn wir mussten ja noch zum Wat Pho kommen. Auch hier wieder: beeindruckend, und nie ins kitschige abdriftend. Mit diesem Buddhismus könnte ich mich anfreunden. Hier kamen dann auch die gekauften Lotusse/Loti/Lotu zum Einsatz, die waren nämlich „Opfer“-Gaben für unsere Buddhas. Tobi für den Montagsbuddha, dann nochmal alle für den Superbuddha (besser kann ich ihn jetzt nicht beschrieben), und abschließend auch Elena für den Freitagsbuddha.

So, jetzt standen wir am Wat Pho und mussten ja wieder zurück zum Hotel kommen. Was macht man also? Man hat Aom dabei, die ein Longtail-Boot organisiert. Einmal zur Kasse, Geld durch ein Gitter geschoben, vorbei an der wartenden Meute, und reins in private Boot. Die montieren einfach mal einen LKW-Motor zwischen Schraube und Steuermann. Warum auch nicht. Wir sind dann nochmal eine knappe Stunde durch die Backwater von Bangkok geschippert, was nochmal für ein paar neue Perspektiven gesorgt hat. Oh, Moment mal, wir hatten ja Aom an Bord. Das Longtail hält also unvermittelter Dinge vor einer Tempelanlage, Aom kauft drei Stangen Brot, und dann stehen wir da und werfen Brot ins Wasser. In eine hungrigen Schwarm Catfish. Warum? Weil (sofern wir das richtig verstanden haben) Fische vor Klostern nicht gefangen werden dürfen, und man sie deshalb mit Essen gnädig stimmt. Irgendwie so.

Das wars dann aber auch von Aom, sie hat uns noch ins Hotel zurückgebracht, letzte Tipps auf dem Weg gegeben, und sich dann noch super lieb verabschiedet. Das war die All-inclusive-Version, und sie war und ist jeden Bhat wert!

Aber so ein Tag ist ja noch nicht zu Ende. Mit leichtem Durst und Hunger sind wir nochmal kurz vors Hotel, um im 7-Eleven eine SIM-Karte zu erstehen (Happy Tourist by dtac), Wasser zu kaufen, und das von Aom Erlernte (hoffentlich) in die Tat umzusetzen. Entsprechend gab es am Straßenrand pork on a stick und irgendwelche Wurstbällchen im Eisbecher. Warum auch nicht :-)

Erster Tag (wenn uns die letzten beiden Gerichte keinen Strich durch die Rechnung machen): top!