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2015 Koh Samui Thailand Urlaub

Noch einmal um die Insel, noch einmal in den Pool

Tja, alles hat ein Ende, auch die Zeit auf Samui. Heute war dann der letzte volle Tag angesagt, und der fing an wie immer: aufstehen und frühstücken. Beim Frühstück konnte man auch erahnen, dass hier langsam Nebensaison ist, denn das Buffet wurde statt auf drei Tischen nur noch auf zweien aufgefahren.

Beim Einpacken der Sachen haben wir dann noch dieses Kleinod hier gefunden: die Tüte, in der gestern einer unserer Einkäufe verstaut wurde. Wenn man sie sich nicht genau anschaut, wirkt alles normal. Aber wenn man dann mal den Text liest…

Thai Tüte

Erster Punkt für heute war dann heute unser After-Frühstück-Spa-Treatment, das wir eigentlich schon gestern haben wollten. Little Buddha fährt zwar wacker über Stock und Stein, ist aber dank seiner Blattfedern auch nicht sonderlich rückenschonend. Und wie könnte man dem besser entgegenwirken als mit einer Aromatherapy Back & Shoulder? Genau, garnicht! Gesagt getan, haben wir uns eine Stunde lang von zarten Thailänderinnenhänden durchkneten lassen. Sehr entspannend, und garantiert jugendfrei.

Anschließend ging es wieder on the road, denn wir mussten ja noch den Secret Buddha Garden finden und bewundern. Eine meist im ersten Gang vollzogene, markerschütternde Fahrt auf den Gipfel später, sind wir diesmal auch angekommen. Nun ja, es ist ein verwittertes Stück Berg, dass sehr grün ist, und auf dem mehrere Buddha-Statuen aus Stein stehen. Warum der gute Mann sie hochgekarrt hat, bleibt ein Rätsel. Schön. Und da wir jetzt schonmal am Gipfel angekommen waren, wollten wir auch den Viewpoint mit dem Restaurant besuchen. Hm, was sich gestern schon bei den Franzosen angekündigt hat, setzt sich heute mit den Thais fort: today closed… Na dann halt nicht.

Den Berg wieder runter, haben wir dann noch Zwischenstation für jeweils ein Phat Thai zum Lunch gemacht, und sind anschließend noch nach Nathon gefahren. Ein Kokoseis und diverse Shoppingergebnisse später tropfte uns aber so sehr der Schweiß von überall her, dass uns der Pool wie auch die vergangenen Tage sehr sehr verlockend erschien. Also zurück, Badehose an, und rein in Pool und Meer.

Nach ein paar letzten Schwimmrunden im Pool und Meer und der Feststellung, dass wir tatsächlich alle Habseligkeiten in den Koffern verstaut bekommen, haben wir uns dann auf den Weg zum Abendessen gemacht. Heute sollte es noch mal authentisches thailändisches Essen geben, idealerweise auch mit Fisch. Also ein auf der Liste von 6 Great Non-Touristy Places To Eat And Drink Really Well On Koh Samui stehendes Restaurant in der Nähe angesteuert und die Lage gecheckt (fun fact: wir wollten da schonmal hin, sind dann aber im Restaurant direkt daneben gelandet). Thais sind da und essen, also wir auch rein. Wir haben dann gleich den netten Kellner bekommen, der scheinbar für die Langnasen zuständig ist und ein paar Brocken Englisch kann. Elena bestellte zielsicher das einzige fischfreie Gericht, aber bei Tobi gab es Kommunikationsprobleme. Eigentlich sollte es ein gebratener Fisch mit Suppe werden (so klang das zumindest auf der Karte: fried fish), rausgekommen ist aber eine Art skurrile Fischsuppe. Zur Langnase kam daher noch ein langes Gesicht dazu. Also, das ganze nochmal, zweiter Bestellversuch. Diesmal gegrillter Fisch mit Mangosalat. Und voilá, jetzt passte Wunsch und Bestellung auch (fast) zusammen. Mit dem zweiten Hauptgericht des Abends konnten wir die Zeit bis zum Ende des allabendlichen Gewitters gut überbrücken und sind dann satt und trockenen Fußes ins Hotel zurück. 

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2015 Koh Samui Thailand Urlaub

Ich brauche kein Taxi, und ich möchte auch keine Drogen kaufen

Um das zu verstehen, muss man nur einmal die Chaweng Beach Road hoch und/oder runterlaufen. Du wirst dann entweder von jedem vorbeifahrenden Taxi oder taxiähnlichen Gefährt angehupt (egal, ob sich besagtes Gefährt in oder entgegen deiner Laufrichtung bewegt) oder von gefühlt jedem Thai mit dem geraunten Wort „Taxi?“ begrüßt. Alternativ kannst du auch den typischen Spontankauf eines jeden Europäers tätigen: einen Anzug… Wenn ich mit laufendem Schweiß und entsprechendem Gesichtsausdruck entlang laufe, wieso sollte ich dann in euer Maßanzuggeschäft gehen, wenn ihr mich anquatscht? Ist schon ein wenig anstrengend… Nachmittags/abends mischt sich dann zwischen die „Taxis?“ auch ein gezischeltes „Marihuana?“. Hm, ich will kein Taxi, aber kiffen ist ok?

So, jetzt aber zum Tagesgeschäft: aufstehen und frühstücken setzen wir mal voraus :-) Erster TOP war ein kleiner „Supermarkt“, der eine auf Samui hergestellte Marmelade führt. Ob der mit anderen Dingen Geld macht, ist etwas unklar. Wir haben zumindest nur Marmelade gekauft :-)

Anschließend ging es die Ring Road mal in Richtung Westen entlang, das Ziel war die einzige(?) Rumbrennerei (Destillerie?) auf Samui. Auf dem Weg dahin haben wir Little Buddha nochmal kurz aufgetankt, der mit Edding auf der Tankuhr gezogene Strich wollte schließlich wieder mit der Tanknadel in Einklang gebracht werden. Samui nach Westen sieht dann doch ein wenig anders aus als Samui nach Osten, wie wir es die letzten Tage gemacht haben. Irgendwie ursprünglicher und weniger touristisch. Außerdem sind hier die einzigen Neuwagenhändler der Insel zu finden.

Naja, wir sind dann an der Brennerei angekommen, aber leider wurde diese von Franzosen geführt. Und was macht der Franzos, wenn er nicht grade streikt? Er hat zu. Tout les lundis, um genau zu sein. Naja, nochmal die Reviews gelesen, und um ehrlich zu sein, werden wir das jetzt auch kein zweites Mal versuchen. Statt dessen sind wir nebenan im Three Sisters Café angehalten, für einen Mangoshake, eine Kokosnuss, sowie fünf fish cakes (bzw. Fischfrikadellen, um Fettes Brot zu zitieren). Bewertung: empfehlenswert! Sowohl vom Essen, als auch von der Atmosphäre her.

Die geschlossene Brennerei hat uns aber auch signalisiert, dass wir vielleicht lieber in den Pool hüpfen sollten. Was wir dann auch getan haben. Tobi ist nochmal ins Meer, was wie gewohnt pupswarm – oder auch: die einzig akzeptable Meerestemperatur – war.

Die große Tagesetappe stand aber noch an: mit dem Hotelshuttle mal wieder nach Chaweng und wieder zurück. Mittagessen im schon bekannten Phensiri Thai Bistro, und dann nochmal „Shopping“ auf der Chaweng Beach Road (hier schließt sich auch der Kreis zur Einleitung). Anschließend sind wir dann nochmal zum Chaweng Beach gegangen. Naja, so stellen wir uns Malle vor. Der Strand ist breit und feinsandig (++), die Strandbars liegen eine neben der anderen (+), und wir haben die Schuhe angelassen, weil wir irgendwie Angst hatten, auf Spritzen oder Glasscherben zu treten (——-).  Nett ist es aber trotzdem. Das eigentlich Ziel war aber die einzige Microbrewery von Samui, das Bee’s Knees Brewpub. Der Weg war beschwerlich und führte uns nach einer „Abkürzung“ durch ein Resort durch das, was man nur als Rotlichtviertel bezeichnen kann (die Massagen hier hätten wohl allesamt ein glückliches Ende gehabt). Am Ende sind wir aber angekommen. Bewertung: das Bier schmeckt wirklich gut. Die Location ist, naja, das Gegenteil einer prime location. Wo die Laufkundschaft herkommen soll, ist uns unklar… Fällt also mehr in die Kategorie kann man machen.

Auf dem Weg zum Shuttle haben wir dann noch eine thailändische Hochzeit besucht bzw. angeschnitten und sind jetzt erstmal wieder fertig. Morgen ist der letzte Tag auf Samui, den wir hoffentlich wieder mit so großartigen Dingen füllen können (geplant ist Großes :-) )

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Nichtstun in der Sonne, Essen im Regen

Der Titel sagt es eigentlich schon. Heute war mal wieder Chillen am Pool und Strand dran, zumindest um die Mittagshitze zu überstehen. Nach dem Frühstück haben wir also die Badehose eingepackt (bzw. sind in Badehose zum Frühstück, Wegstrecke einsparen), sind zum Pool gestiefelt und haben ohne morgendliche Poolliegenreservierung per Handtuch Liegen im Schatten bekommen. Oh yes, die Früchte der Nebensaison :-)

Irgendwann wollten wir dann doch mal sehen, was einer der angeblich schönsten Strände von Samui so kann, und glücklicherweise ist der gleich nebenan. Also vom Pool direkt in Little Buddha umgestiegen, und die paar Kilometer zum Mae Nam gefahren. Auch hier war wieder so gut wie nix los, nur zwei Strandverkäufer ließen sich nicht so recht davon abbringen, uns Hängematten andrehen zu wollen – die auch alle von ihren Müttern handgeknüpft waren. Ansonsten: schöner Strand, aber wieder brandblasenverursachender Sand und diesmal plumpst man beim Laufen ins Wasser auch gleich in etwas tieferes Wasser. Man muss also nicht wie auf Phangan meterweit laufen, um mehr als die Knie mit Wasser bedecken zu können. Fazit vorerst: gut, aber die Strände auf Koh Panghan haben uns einen Tacken besser gefallen.

Als kleine Stärkung gab es dann in einem Straßenrestaurant in der Nähe mit Papayasalat und diverses Meeresgetier mit Reis. Lecker und ganze 7€ teuer! Danach haben wir noch die beiden größeren Attraktionen der Insel abgehakt, den Big Buddha (nur im Vorbeifahren) und eine Pagode. Beides nicht so eindrucksvoll, dass wir besonders lange dort verweilt hätten. Zumal die Toiletten bei ersterer Attraktion auch eine Attraktion für sich gewesen wären…

Nachdem uns (bzw. Tobi, Elena hat nämlich keinerlei Probleme hier) dann wieder einmal der Schweiß in Bächen ins Gesicht rann, sind wir dann auch wieder ins Hotel bzw. vielmehr direkt vom Parkplatz in den Pool gehüpft. Immer noch warm, immer noch toll. Diesmal auch mit Ballspielen :-)

Abends stand dann noch mal ein Night Market auf dem Programm, diesmal in Lamai.  Auf dem Weg dorthin wurde klar, dass das Wetter sich heute an die Vorhersage hält: an afternoon thunderstorm or two, also ein oder zwei Gewitter am Nachmittag. Pünktlich, als wir in Lamai waren, began dann der Weltuntergang und wollte auch nicht aufhören. Also erst mal Regenschirme gekauft pro Stück 2,80€, ein Schnäppchen), denn Regenponchos  gab es beim Tesco wohl nicht.

Am Night Market angekommen, haben wir dann doch noch zwei Ponchos im Family Market ergattern können (die letzten zwei; Elena hatte schon zwei in der Hand, die waren aber for baby. Die haben dann glaub ich zwei ahnungslose Amerikaner gekauft). Dann war wieder Snacks testen angesagt. Heute gab es: eine in dünne Scheiben geschnittene und frittierte Kartoffel mit Tom Yam(?)-Geschmack (+), Oktopus-Spieße in unterschiedlichen Varianten (+ aber am Ende sehr gummiartig), Fischbällchen (+ obwohl unklarer Herkunft), Kokos-Nutella-Pancake (+), ein Mangoshake, und eine Spezialität, die nur auf Thai beworben wurde und aus einer Masse mit Kokos und Zucker bestand, die in Bananblättern gegrillt wird (++)!

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Unterwegs mit Little Buddha

Tag 3 auf Koh Samui, Tag 1 ohne geführte Tour. Und nachdem wir gestern gemerkt haben, dass es ohne fahrbaren Untersatz wirklich doof ist (ja, die Taxen hier zocken einen wirklich ab, das stimmt leider), war der heutige Plan, einen ebensolchen zu organisieren. Und praktischerweise hilft hier auch unser Hotel weiter: neben zwei laminierten Seiten mit ca. 20 verschiedenen Rollermodellen (bzw. motorbikes, die unterscheiden hier nicht zwischen scooter und motorbike) gab es auch eine Seite mit 3 Automodellen: ein sedan, ein gigantomanisches SUV und ein sympatischer kleiner jeep. Erstere mit Automatik, letzterer mit Schaltung, aber alle mit Klimaanlage. Entschieden haben wir uns dann für den sympatischsten, also den Jeep.

Zehn Minuten später stand er dann in seiner ganzen Pracht vor uns: goldfarben, offene Ladefläche, zwei Türen, ein Lenkrad, vollständige Fahrzeugbeleuchtung ab Werk, und grade mal knapp über 7000 Kilometern gelaufen. Ein Wonneproppen, den wir ob seiner Farbe Little Buddha getauft haben.

Little Buddha

Also dann: einsteigen, anlassen, und los gehts Richtung ring road. Erstes Ziel: Wat Plai Laem. Ein Tempel (alle wats sind irgendwelche Tempel). Tobi ist zwar erst dran vorbeigefahren, aber auch nur, weil man im Verkehr hier jederzeit von anderen Fahrzeugen umringt ist, und eine Vollbremsung entsprechende Folgen haben könnte. Also über Umwege zum Parkplatz (also dem Stück ebenen Schotter vor der Anlage) und erstmal raus. Generell sind die Tempelanlagen hier schon wirklich schön. Farbenfroh und nicht so deprimierend-depressiv wie christliche Kirchen (jaja, Kreuzigung, wir wissens). Und der bzw. die Buddhas sehen auch einfach sympathischer aus. Dazu kommt noch, dass die Religion hier ja (wisst ihr ja, haben wir ja am Anfang schon erzählt) noch hinduistische Aspekte mitnimmt, und dann eben auch Ganesha in der Sonne chillt.

Mit der lustigste Teil der Anlage sind allerdings die diversen Hinweisschilder und Erklärungstafeln, die in (wahrscheinlich) einwandfreiem Thai und eben nicht ganz so einwandfreiem Englisch erklären, was man hier tun und lassen kann/sollte und wie der Weg zur Erleuchtung geht.

Naja, wir wären sicherlich genau so aufgeschmissen, wenn man uns handschriftliches Thai zum Abtippen gibt :-)

Nach Bewundern von Tempel Nummer 1 sind wir dann wieder in Little Buddha gestiegen und haben den Inselverkehr um einen weiteren Teilnehmer bereichert. Nach so viel Kultur mussten wir dann auch erstmal was europäisches machen, und sind entsprechend bei Tesco Lotus eingekehrt. Shopping im Supermarkt, und ja, hier gibts tolle Dinge. Aber irgendwie sehen Supermärkte bislang überall gleich aus. Nur das Sortiment ändert sich…

Thailand Tag 12 284

Genug geshoppt, weiter gehts. Wir hatten noch grob ein paar Wasserfälle und einen mumifizierten Mönch ins Auge gefasst. Erstmal also der Mönch, der nicht verwest. Nun ja, sie haben ihm eine Sonnebrille aufgesetzt. Jetzt ist er ein cooler Mönch, der nicht verwest. Sorry…

Nicht-verwesender Mönch mit Sonnebrille

Weiter Richtung Wasserfälle. Die Wasserfälle Na Mueang-1 und Na Mueang-2 haben wir beide ausgelassen: 2, weil er umgeben von irgendeinem Safaripark dann irgendwann als „Erlebnis“ Geld dafür haben wollte, dich mit einem Jeep off-road hinzufahren, 1, weil uns gleich ein Thai signalisiert hat, wir sollen irgendwo parken. Da sind wir dann auch gleich umgedreht :-) Den nächsten Wasserfall haben wir dann zwar besucht, er hat sich aber als Rinnsal herausgestellt, das den doch eher beschwerlichen Fußweg nur bedingt wert war. Vielleicht in der Regenzeit besser.

Anschließend sind wir die Straße dann noch weiter den Berg (angeblich einer der höchsten Samuis) hoch – meist im ersten Gang übrigens – in der Hoffnung, den Secret Buddha Garden zu finden. Der war dann aber so secret, dass wir irgendwann wieder umgekehrt sind. Im Nachhinein hätten wir wahrscheinlich nur noch weiter fahren müssen, aber wir konnten irgendwann nicht mehr.

Auf dem Rückweg Richtung Essen und Hotel hat uns dann doch das erste Tropenunwetter erwischt, mit gigantischen Wassermassen und wenig Sicht. Waren dann doch froh, den Jeep und kein motorbike genommen zu haben. Wobei auch nur die Langnasen im Unwetter angehalten sind, die Thais haben sich einfach eine Mülltüte übergezogen.

Und so ging dann auch Tag 12 (:-() zu Ende, und jetzt wird der Beitrag hier auf der Terasse geschrieben, umgeben von Meeresrauschen und den lieblichen Paarungsrufen knuffiger Gekkos (Elena ist rein, als sie den 20 cm langen Gekko gesehen hat).

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Schnorcheln und Tinnitus

Heute war Aufstehen mit Wecker angesagt, schon um 06.30 Uhr sind wir aus dem Bett gefallen, um nach einem hektischen – aber guten, denn jetzt war natürlich alles noch frisch – Hotelfrühstück auf unseren Pick-up-Service für die nächste Tour zu warten. Auch an Tag 2 auf Ko Samui lassen wir die Insel nämlich hinter uns, um westlich von Samui den Angh Thong National Marine Park anzusteuern – diesmal nicht entschleunigt mit Dschunke, sondern mit Speedboat. Aber versprochen, ab morgen schauen wir uns diese Insel auch mal genauer an.

Nachdem wir am Startpunkt noch über die unterschiedlich farbigen Armbändchen, die bei der Anmeldung scheinbar wahllos verteilt wurden, gemutmaßt hatten, war klar, dass die Meute auf zwei Boote aufgeteilt wird. Unser blaues Bändchen hat Glück gebracht, denn wir wurden auf das kleinen Boot mit nur ca. 20 Leute (boat capacity: 35+2) geschickt, sodass die Tour ganz entspannt und ohne Platzangst losgehen konnte (gelb hatte nämlich über 20 Leute bei einer boat capacity: 45+2). Erster Ankerpunkt war wieder ein Korallenriff zum Schnorcheln bei Koh Wao im  Nationalpark. Hier waren die Korallen auch erheblich besser in Schuss, vielleicht auch, weil hier jeder Honk zwangsweise eine Schwimmweste angezogen bekommen hat. Das macht das Rumtrampeln auf den Korallen schwieriger – zumal diese auch noch mit Seeigeln gepflastert waren.

Nach diesem ersten Zwischenstopp ging es  weiter durch den Park, vorbei am Affenkopf-Felsen und hin zum Emerald Lake auf Mae Koh. Hier haben wir auch absolute Fashion-Trends gesetzt, um der glühenden Sonne ein Schnippchen zu schlagen. Ich würde sagen, Experiment geglückt, Sonnenbrand umschifft und Haltungsnote 1. Danke an unseren Guide, der uns die T-Shirt-Falttechnik gezeigt hat, beim nächsten Survivaltraining sind wir ganz vor mit dabei. Die Aussicht auf dem Viewpoint lohnt sich, muss aber hart erarbeitet werden. So steile Treppen mit den kürzestens Stufen muss man sich erst mal ausdenken!

Nach der körperlichen Ertüchtigung war dann Mittagessen angesagt, das wir auf Ko Palua in einem Fischerort serviert bekommen haben. Angeblich ist der Tagesablauf der Männer dort so, dass sie den ganzen Tag schlafen und dann abends fischen gehen, wenn sie Lust haben. Wenn sie keine Lust oder Hunger haben, dann geht’s eben nicht angeln. Für uns haben sie sich aber aufgerafft und geschmeckt hats obendrauf auch noch :-)

Weiter ging es mit der Bespaßung, diesmal in der Nähe der „James Bond-Insel“ (Disclaimer: das ist natürlich nicht die „echte“ James Bond Insel, aber trotzdem schick). Dort haben wir am Strand geankert und noch mal ein bisschen Landgang mit Kajakoption gehabt. Leider war die Sonne weiterhin unerbittlich, sodass der Kajakausflug ein Hangeln von einem schattigen Felsvorsprung  zum nächsten glich und eher von kurzer Dauer war. Dann wieder ab ins „kühle“ Nasssss und unter einem Felsen Zuflucht gesucht.  Nach ca. 1.5 Stunden  hatten unsere Guides dann Erbarmen mit uns, bzw. wir waren weichgekocht und wurden wieder in die Boote eingeladen, um zurück nach Samui zu jetten.

Netter Bonus: Unser Hotel hat einen eigenen Strand. Wir wurden daher direkt mit dem Boot vor dem Hotelstrand abgesetzt.  Nice, muss man auch mal gemacht haben!  :)

Die Nachwirkungen der Bootstour: ein mittlerweile verschwundener Tinnitus von den drei V6-Motoren am Boot. Und das von gestern bekannte Schwanken der Welt.

Und weil der Tag noch jung war, sind wir dann noch schnell ins Fisherman’s Village in Bophut. Das ist an jedem normalen Tag einfach die übliche Mischung aus echten und unechten Shops, sowie diversen Bars und Restaurants. Freitags (und das war ja heute angeblich) verwandelt sich das aber in den Walking Food Market. Es stellt also alles, was Grill und Essbares bei sich findet, ebenjenes an den Straßenrand und verkauft es zu angenehmen Preisen. Die Beute: 9 Saté-Spieße, 1 Kokoseis (in der Kokosnuss), 1 komischer gegrillter Reisklops, 1 Mango, 1 Mango mit sticky rice, 5 Pfannkuchenbällchen mit diverser Fischfüllung, 1 Bier, 1 Eistee. Kann sich sehen lassen.

Netterweise war dann auch der vom Hotel avisierte Shuttle an der Stelle anzutreffen, die uns die Rezeptionistin radebrechend versucht hat, klar zu machen.

Morgen versuchen wir dann mal, auszuschlafen. Oder zumindest so lange zu schlafen, dass wir noch zum Frühstück kommen…

 

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Einschiffung erfolgt

Tag 1 auf Koh Samui, und wie in Bangkok auch, gehen wir gleich in die vollen: ein Tagesausflug mit der Dschunke Chantara. Abholen im Hotel, Start in Koh Samui, dann – und hier kommt der kleine Denkfehler, denn – einmal um Koh Phangan (genau, da waren wir bis gestern noch) mit zwei Schnorchel- und Strandstopps, und dann wieder zurück nach Koh Samui und ins Hotel. All-inklusive mit pampering also. Für weniger Geld, als sowas in den USA gekostet hätte :-)

Also, alles eingepackt? Badehose, frische Flasche Sonnencreme, Kamera 1, Kamera 2, Handies, Selfie-Stick, GoPro? Elektronik überwiegt eindeutig. Aber so läuft das im 21. Jahrhundert.

Die Beschreibung auf der Website von der Dschunke beschreibt den Tag schon ganz gut. Auch die Tripadvisor-Reviews (ohne die wir hier nix machen) lügen nicht: die Tour war großartig. Unser deutscher (dänischer?) Reiseleiter redete viel, war aber gut drauf. Die Crew war auch immer gut dabei und hat uns konstant mit unseren Gratis-Softdrinks versorgt.

Erstmal gings also Richtung Koh Phangan, und zwar die Westküste hinauf. Ab Unterkante der Insel gab es dann Lunch, frisch gekocht vom Smutje (wahrscheinlich in Personalunion mit Kapitän, Steuermann und weiß der Klabautermann was noch). So, und als ersten Schnorchelstopp haben wir dann den Strand angesteuert, den wir gestern noch als „meh“ und fürs Schnorcheln eher kompliziert bezeichnet haben. Wenn man das Ganze aber von der anderen Seite (also vom Wasser aus) angeht, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Man muss dann nämlich nicht hunderte Meter durch glühenden Sand und bratende Sonne wandern, um dann an einer uninteressanten und verdreckten Stelle herauszukommen. Nein, statt dessen landet man mitten im Geschehen – oder halt 100 Meter davon entfernt, aber mit Flossen geht das ja.

Rashguard übergezogen, GoPro geschnappt und dann von der Reling ins kühle Nass gesprungen. Wobei die Gopro erst nochmal einen kleinen Schrecken eingejagt hat, als sie meinte „No SD“ anzeigen zu müssen. Fuck, Karte vergessen, wieder einzulegen? Ne, einmal Karte raus und wieder rein, dann gings. Glück gehabt.

Naja, war spektakulärer, als es im Video aussieht. Und lustiger.

Schnorcheln ist halt Schnorcheln, wobei es schon sehr viel mehr Spaß macht, wenn das Wasser die hier schon so oft beschriebene Badewannentemperatur hat.

Fische gibt es auch mehr als genug, nur die Korallen sehen schon arg gebeutelt aus. Was möglicherweise an einer Mischung aus Global Warming und Touristen, die sich draufstellen, liegt. Spaß hats trotzdem gemacht, auch, wenn es ein wenig sehr salzig war.

Nachdem dann alle Schnorchler wohlbehalten wieder an Deck angekommen waren, hieß es auch schon: Leinen los und zum nächsten Programmpunkt gondeln. Thong Nai Pan Beach, um genauer zu sein. Glücklicherweise hatten wir den Strand in den letzten Tagen auf Koh Pangan noch nicht angesteuert, da er für Rollertouren doch etwas ab vom Schuss war. Nachdem wir dann also per Dschunke in der Bucht angekommen waren, wurden wir in das Beiboot verfrachtet und für die Landaktivitäten zum Strand gebracht. Alternativ konnte man auch schwimmen – flach, warm und wellenlos, da kommt man notfalls auch mit Schwimmflügeln an…

Wählen konnten man am Strand dann zwischen Relaxen, Thai-Massagen, Cocktails trinken oder Jetski fahren. Die Wahl fiel also nicht schwer :)

Danach haben wir nochmal in der großen Badewanne relaxt…

…und dann ging es auch schon wieder zurück aufs Mutterschiff, um die Ostküste entlang Richtung Heimathafen und Sonnenuntergang zu schippern.

An Bord gab es noch mal eine kurze Stärkung in Form eines Muffins, aber im Heimathafen angekommen, hingen uns die Mägen bis in die Kniekehlen. Also am Pier nur schnell das übliche Tour-Souvenir erstanden (so „schön“, das musste einfach mit), in den Shuttlebus zum Hotel geplumpst und dort angekommen gleich das hoteleigene Restaurant angesteuert, um den Hunger zu stillen. Essensbegleitende Schweißaubrüche wie immer inklusive. Ab morgen gibt’s dann hoffentlich wieder externe Essens-Abenteuer. In Ermangelung derer haben wir aber auf dem Zimmer noch ein paar Mangos und Mangosteens vernichtet.

Eine kleine Anmerkung noch: alles dreht sich. Beziehungsweise wankt, oder wie man das auf nem Schiff nennt. Irgendwie sind unsere Schnecken noch nicht wieder an festen Boden gewöhnt. Oder die Erdrotation hat sich geändert…

Jetzt aber gute Nacht, denn morgen kommt der Shuttlebus um 7:45 Uhr zum nächsten Abenteuer *hui, wie spannend*

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2015 Koh Samui Thailand Urlaub

Insel #2 (oder #1, je nach Zählweise)

Sollte jemand Probleme mit den Videos gehabt haben, dann kann sie oder er es jetzt nochmal versuchen. Ich scheiß ab jetzt nämlich auf Datenschutz und mach alle Videos öffentlich. Ist ja auch egal :-)

Heute war dann Abschied von der Full-Moon-Party- und Yoga-Insel und Ankunft auf der Insel, die wir schonmal am Anfang des Urlaubs betreten haben: Koh Samui.

Also wie immer das übliche Gedöns mit Auschecken usw. Netterweise hat die Dame vom Rollerverleih (die in dem Hotel wohl so alles macht) gleich gefragt, wo es denn für uns hingeht und wie wir gedenken, dahin zu kommen. Ergebnis war dann, dass sie für uns alles gebucht hat. Was genau, da haben wir ihr mal vertraut. Noch einmal auf der Ladefläche des Pickups zum Fähranleger gefahren, und dann erstmal gewartet. Wenn auch nicht ganz so lange wie noch vor 5 Tagen (5? 4? 6? Verliere Zeitgefühl). Diesmal hatten wir auch die super speedy Katamaranfähre, die statt der eeeeeeeewig langen 30 Minuten fahrt nur suuuuuperschnelle 20 Minuten braucht. Dafür das Gepäck aber als Berg am Bug transportiert.

Nach dem Anlegen haben wir dann gemerkt, was uns die nette Lady vom Hotel mitgebucht hat: nämlich einen Transfer zum Hotel. Sehr sehr praktisch. Koh Samui wirkt auf den ersten Blick voller und hektischer als Koh Phangan, vor allem ist hier das Verhältnis von Roller zu Auto nicht mehr 10:1, sondern nur noch 5:1.

Das Hotel bzw. unser Zimmer hat ein Muster dieses Urlaubs bestätigt: wir wollen anscheinend hoch hinaus. Bangkok 40. Stock. Koh Phangan am Hang mit enorm großen Treppenstufen. Koh Samui letztes Haus auf der Anhöhe. Dafür aber mit gigantischem Ausblick. Flasht schon. Und das Zimmer ist auch sehr sehr geil.

Nach dem obligatorischen Duschenstopp haben wir dann spontan das Gratis-Shuttle des Hotels nach Chaweng genommen. Da waren wir dann aber so ausgehungert, dass wir nur einmal die Straße hinauf, vorbei an Fake-Shops und Gaststätten mit so illustren Namen wie Ottos Place. Naja, dafür hilft einem hier Gordon Blue weiter, wenn man Probleme hat. Glaub ich. Essen gab es dann auch, und wie immer sorgte der Vorgang des Essens dafür, dass der Schweiß sich seinen Weg durch alle Poren suchte. Ist ne Erfahrung, die jeder mal mitgemacht haben sollte.

Während unseres Ausflugs nach Chaweng sind uns dann auch diese fröhlichen Gesellen begegnet, die die Straßen konstant beschallten:

Man merkt, Muay Thai scheint hier ein großes Ding zu sein…

Kurz einkaufen waren wir dann auch noch, aber verglichen mit den USA ist das hier eher homöopatisch. Aber vielleicht auch eine cleansing Erfahrung. Auf jeden Fall kaufen wir mehr weird shit als sonst.

Haul #2

Nachdem wir wieder im Hotel waren, war schon klar, dass es jetzt erstmal in den Pool gehen musste, denn die Suppe lief und lief und lief. Bewertung der Poolanlage: es gibt eine Bar. Im Pool. Muss ich mehr sagen?

Jetzt kommt das Community-Quiz, denn Elena (die hier auch wieder auf ihre Nemesis, den Frosch, gestoßen ist) wäre dankbar, wenn jemand diesen Gesellen hier identifizieren könnte, der uns beim Abendessen mit seinem sonoren Gesang begleitet hat:

Mal sehen was morgen so bringt, gute Nacht! Apropos Nacht: die Sonnenuntergänge hier sind un-fucking-believable.