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2026 Urlaub

Und sie antworten nie

Zur Ansprache des Rotwilds.

Und wenns um Wild geht, kann das nur eines bedeuten: es hat uns mal wieder nach Österreich verschlagen. Quasi als Einstimmung auf die Sommerferien sind wir für eine Woche nach Wagrain gefahren, bevor es dann später richtig losgeht.

Anfahrt ein bißchen lang, weil wir den Weg dank Magischer Sommerschule direkt davor an einem Tag schrubben mussten. Immerhin aber an einem Sonntag (=keine LKW) und mal über Regensburg und Landstraßen, denn keiner von uns kann München und die A8 mehr sehen.

Wetter wechselhaft wie angekündigt, nicht so verregnet und kalt wie vor 3 Jahren, nicht so dauersonnig stabil wie vor 7 Jahren. Für ne gute Zeit hat es allemal gereicht.

Geburtstag im Freibad

Sonntag noch angekommen, Montag schon Geburtstag gefeiert. Nora wurde 10 und hat sich neben vielen Geschenken gewünscht, den Tag im Freibad zu verbringen. Ließ sich einrichten, denn Wetter war gut und der Eintritt frei (hätten wir zur Feier des Tages aber auch gezahlt).

Maurach von links

Die schlechte Nachricht für diesen Sommer war: die marode Grafenbergbahn (die Bahn, in der wir bei 30 Grad schonmal stecken geblieben sind) wird erneuert (i.e. komplett ausgetauscht), weshalb der WagrainiGrafenberg gesperrt ist. Also man könnte natürlich hochlaufen, aber alle Spiel- und Spaßplätze sind zu. Das bedeutet leider auch, dass die Maurachalm nicht wie gewohnt malerisch schön, sondern nur vom anderen Tal aus über die Forststraße zu erreichen ist. Leider ist die Maurachalm nicht nur ein schönes Ausflugsziel, sondern macht auch leckere Jausen und großartige Krapfen; weshalb wir uns eben die Forststraße aufgemacht haben.

War… von Unmutsäußerungen während des Aufstiegs begleitet. Es war zumindest heiß und sonnig während 97% des Wegs. Nur um sich dann auf den letzten 3% und in Sichtweite der Alm zu bewölken. Und mit Eintreffen des bestellten Essens den Regen zu starten. Ein Premiere hatte der Urlaub also zu bieten: Festsitzen in der Almhütte. Nach 60 Minuten holte der Wirt dann die Quetschkommode raus, aber glücklicherweise tat sich fast zeitgleich ein kleines Regenfenster auf und wir konnten die Flucht den Berg hinab antreten.

Anschließend Freibad.

Gnadenalm

Was für ein fürchterlicher Name. Macht richtig Lust auf mehr. Nicht. Es wurde zumindest als schöner Rundweg angekündigt und konnte das bei Sonnenschein auch ganz passabel einlösen. Nach der Hälfte in der Gschwendthofhütte eingekehrt, auch hier: lecker, gute Buttermilch, und Most von der ehemaligen Mostprinzessin. Wobei Most nun wirklich nicht sein muss.

Anschließend Freibad und Abendessen im Haxnstüberl Bauernstüberl.

Bäumchen fäll dich

Die Wanderungen sind ja auch nur Mittel zum Zweck, der wahre Grund, hier Urlaub zu machen, sind die Arbeitseinsätze. Tobi fällt gern Bäume und der Chef machts möglich. Morgens noch verschlafen die gute Nachricht auf dem Telefon gelesen, dann spontan in die Schnittschutzhose gestiegen und auf der Schippe vom Metrac eine Kurve Richtung Tal. Da stand nämlich ein Käferbaum am Hang, der gepflückt werden wollte (er hätte auch als Biodiversitätsbaum stehen bleiben können, aber das sieht ja nicht aus). Ohne in langatmige Details zu verfallen: lief gut. Erhöhter Schwierigkeitsgrad durch die Lage im Hang, wunderschön ausgearbeitete Bruchleiste, und der Baum fällt, wie er soll. Tobi: glücklich.

Anschließend Freibad, Abendessen in der Grub, gab Kaiserschmarrn.

Diebstahl

Freitag letzter Tag. Wir beginnen mit der Bauernhofaktivität Brot backen für die Kinder. Und die Erwachsenen. Noras Pfotenbrot kam gut an. Tobis mit einer körnigen Kettensäge wunderschön verziertes Brot wurde leider gestohlen. Wir sind uns sicher, dass es die TDO-Bengel aus dem Keller waren, zumindest zeigte einer den Blick eines Schuldigen, als er darauf angesprochen wurde (professionell angesprochen von Elena, die dank ihrer Erfahrung als Lehrerin eine natürliche Autorität gegenüber Grundschulbengelnkindern hat).

Anschließend mal kein Freubad, sondern die ungleich teurere „Erlebnis-Therme Amadé“, die allerdings den Vorteil wesentlich wärmeren Wassers bietet. Irgendwas dürfen sich die Erziehungsberechtigten dann auch mal wünschen.

Der Tag endet mit einer weiteren Haxe.

Waren wir wirklich jeden Tag im Schwimmbad?

Ja. Simple as that.