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2026 Urlaub

Es austert wieder – La France 2026

Nach der Einstimmung mit 1 Woche Österreich beginnt jetzt der eigentliche/richtige Sommerurlaub. Wir fahren wieder nach Frankreich, variieren dabei aber die Lokalitäten ein wenig.

Ziel #1 ist die Bretagne, mit Anfahrt über Oberhausen und Saint-Leu-d’Esserent (das werd ich mir einfach nicht merken, wozu auch). Wozu Oberhausen? Keine Ahnung, wir wollten die Anfahrt wieder häppchenweise stückeln und dabei ganz besonders einen Halt in Belgien vermeiden. Oberhausen bot sich an.

Unser Hotel lag neben einer Mall (der Mall? Kennt man anscheinend, wenn man aus der Gegend kommt), das hat Elena und Nora sehr gefreut. Auf dem Hinweg sind wir auf der Autobahn wieder (wie jedes Mal gen Westen) an dem braunen Schild vorbei, dass die Zeche Zollverein anpreist. Und wieder kam der Gedanke „man, schon wieder vergessen, da hätte man ja hingekonnt“. Aber witzigerweise sind wir ja dieses Jahr nicht weitergefahren, sondern stehengeblieben, und deshalb haben wir es endlich geschafft, uns dieses Denkmal der Industriekultur (betitelt sich selbst so) anzuschauen. Leider waren wir zu spät für die Museen und Infozentren, aber imposant ist das Gelände schon. Nur hätten wir die Museen und Infozentren wirklich gut gebrauchen können, denn weder wussten wir, was genau hier abgebaut wurde („bestimmt Kohle“), noch hatte Tobi das Ding in Essen, sondern eher in Dortmund oder Bochum verortet. AllgemeinSpartenbildung 6, Geographie immerhin 5, weil „Ruhrgebiet“ als Antwort akzeptiert wurde.

Auf dem Weg sind wir übrigens bei unserem ersten Ladestopp über einen der bislang besten Ladestandorte gestolpert: EnBW in Peine. Runter von der Autobahn, eine ganze Weile durchs immer leerer werdende Industriegebiet und dann liegen die Ladesäulen direkt neben dem Rausch Schokoladen. Es gibt also zusätzlich zu den Elektronen auch Bruchware in Kilopaketen und guten Kaffee. Zufallsfund.

Und wozu jetzt Saint-Leu-d’Esserent, und wo liegt das überhaupt?

Das liegt nördlich von Paris und wer letztes Jahr dabei war weiß, dass nördlich von Paris auch das furchtbare Disneyland (buuuhhhhhhh) sowie der ungleich bessere und jederzeit zu favorisierende Parc Astérix liegen. Und ebenjenen haben wir am Freitag besucht.

Aber davor.

Parc Astérix

Der ist wirklich einer der besten Vergnügungsparks, die uns bislang untergekommen sind. Wir haben dieses Jahr auf den unsozialen An-der-Schlange-vorbei-Pass verzichtet, weil der sich kaum gelohnt hätte. Dafür sind wir direkt nach dem Eingang zu der Attraktion, deren Eröffnung wir letztes Jahr sehnsüchtig erwartet hatten, die aber immer wieder verschoben wurde. Dieses Jahr aber war es soweit: ab in die Cetautomatix. Macht Spaß, wühlt aber den Magen direkt auf links. Anschließend auf Noras Geheiß zum Donner des Zeus, eine wirklich fies-gute Holzachterbahn. Wir haben beide die Fahrt lang geschrien.

Die großen Achterbahnen wurden ja glücklicherweise schon vergangenes Jahr befahren, so ein Magen wird nicht robuster und Lagerungsschwindel kommt auch schneller mit dem Alter. Hier und da also noch ein paar Fahrgeschäfte mitgenommen, Charaktere getroffen und in der Wasserrutsche nicht nass geworden. Die letzte Attraktion war dann der Turm des Numerobis, so ein Ding wie auf der Steglitzer Woche, das sich zig Meter in der Luft im Kreis dreht. Nora liebt es. Tobi nicht. Überhaupt nicht.

Anschließend schöne Dinge mit Idefix drauf eingekauft und dann kurz vorm Ausgang auf die Parade der Schaumstofffiguren gewartet. Bißchen kitschig, aber eigentlich total toll.

Abendessen in der gleichen Pizzeria in Gouvieux, die wir letztes Jahr ausgehungert durch Zufall gefunden hatten.