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2014 Toronto Urlaub

Wet and wild in Blackpool… ähhh Niagara Falls

Heut war dann der zweite Tag, an dem wir langsam das immense Frühstück ausschleichen und auf Starbucks-Kaffee und Bananen (aktuell nicht illegal importiert) umsteigen. Irgendwann muss ja mit der Völlerei Schluß sein. Außerdem sind wir hier in Kanada, da kann man keinen mit dem Extra ‚Canadian Bacon‘ hinterm Ofen vorlocken. Das ist ja quasi nur Bacon.

Ausgeschlafen, geduscht und ab ins Auto, heute waren die Niagarafälle angesagt. Erste Beobachtung: kanadische Fahrradfahrer können völlig unbehelligt vor einer Schranke stehen, auch dann, wenn die Schnauze des Jeeps schon auf Tuchfühlung geht. Egal, das bereits erwähnte Frühstück gejagt und dem Pferd die Sporen gegeben. Gleich die zweite Beobachtung: in Kanada gibt es viel zu viel Verkehr. Wo kommen die alle her? Unglaublich… Aber im Endeffekt sind wir dann doch in Niagara Falls angekommen. Für günstige 5 kanadische Dollar geparkt und dann mal wieder die Beine bewegt.

Was Nordamerikaner gerne machen, ist Türme bauen. Türme bauen, und dann Geld dafür nehmen, dass Touristen hochfahren. Haben wir nicht gemacht, wir sind statt dessen durch den Queen Irgendwas Park in Richtung Wasser gelaufen. Ist genauso, wie man es sich vorstellt: Wasserfälle halt. Spannend ist das drumherum: Unglaublich viele Asiaten und Inder. Also so wirklich, richtig richtig viele. Zur einen Seite Wasser und Wasserfälle (derer zwei, einer auf der US, einer auf der kanadischen Seite), zur anderen Hoteltürme, Casinotürme, Turmtürme… Dazwischen eine vierspurige Straße. Im Prinzig wie man sich die USA vorstellt, nur in Kanada. Lustigerweise sieht die US-Seite sehr viel ruhiger und entspannter aus, als die kanadische. Vielleicht wollten die Kanadier auch mal USA spielen.

Naja, wir sind dann also ein bißchen hin und her gelaufen, haben viel in Richtung Wasser geschaut, sind Indern und Asiaten ausgewichen (und Franzosen auch) und standen dann vor der Ticketbude für die Bootstour zu den Wasserfällen. Wir waren beide vorab eher uninteressiert, weil wir irgendwie erwarteten, dass der Standardpreis von 49$ (plus Tax) aufgerufen werden würde (den wir nicht gezahlt hätten). Statt dessen standen am Ende 20$ (kanadisch) pro Person an der Tafel, und da der kanadische Dollar noch schwächer als der US-amerikanische ist (glaubt man kaum), haben wir zugeschlagen.

Anders als in den Universal Studios gab es hier mal die Regenponchos gratis dazu. Vielleicht war das aber auch nur ein Zugeständnis an die viel kälteren Temperaturen als in Florida. Also die schmucken roten Ponchos übergestreift (wäre man von der US-Seite gefahren, hätte man blaue Ponchos bekommen) und den Seelenverkäufer bestiegen. Es war dann, wie man es sich vorstellt, nur noch etwas nasser. Aber lohnt sich schon.

Wieder angelegt sind wir dann nochmal durch Niagara Falls gelaufen. Hier zeigte sich dann auch, was die Kanadier unter Unterhaltung verstehen: eine gruselige Version von Blackpool, nur mit etwas mehr internationalen Touristen. Gruselig trifft es dann auch ziemlich genau. Wir haben dann lieber die Zelte in dieser schönen kanadischen Grenzstadt abgebrochen und sind wieder in Richtung Toronto gefahren (ob das jetzt besser ist…?). Zum Besiegen des Hungers sind wir wieder ins The Wren gefahren, für Salat, frittiertes Pulled Pork und lecker Bier aus Microbreweries (wenn man das trinkt, wundert man sich auch nicht mehr, warum amerikanische Brauereien regelmäßig Weltmeisterschaften gewinnen: yummy).

Morgen gehts dann wieder zurück Richtung Heimat unseres Mietwagens. Fazit: die spinnen die Kanadier. Aber schön wars heute trotzdem.

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2014 Toronto Urlaub

Hallo Toronto…?

Heute war der Weg nach Toronto angesagt. Von Detroit haben wir nur wenig gesehen, hauptsächlich immense rauchende Schlote anscheinend laufender Fabriken und irgendwie nette Vororte. Die verlassenen Straßen aus den Nachrichten und Dokumentationen haben wir mal ausgelassen. Für die Brücke nach Kanada sind wir auch nochmal schnell und spontan 5$ losgeworden. So macht man das in den US of A heutzutage.

Der Blick von der Brücke hatte auch etwas: hinter uns Detroit in grau und rauchig, vor uns Kanada in grün und grün und noch mehr grün. Naja, an der Grenze dann den wohl ‚bestgelaunten‘ (not) Grenzbeamten getroffen, und gleich mal die Frage nach Alkohol und Tabak wahrheitsungemäß mit ’nein‘ beantwortet. Außerdem haben wir noch illegal zwei Bananen eingeführt, mit Obst und Gemüse haben die es nämlich auch nicht so an den Grenzen. Guter Start…

Lustigerweise springt man dann unvermittelt vom amerikanischen ins metrische System über. Die Kilometer, Liter und Celsius haben uns also erstmal wieder. Außerdem ist hier alles bilingual (nur der Grenzbeamte nicht). Da wir auch keinerlei kanadisches Bargeld hatten, haben wir auch tunlichst vermieden, eine Mautstraße zu erwischen.

Auch lustigerweise hat unser ansonsten absolut zuverlässiges Navi (Android-App für 6,99€) pünktlich mit dem Grenzübertritt aufgehört, Straßen anzuzeigen. Anweisungen gab es noch, aber eben ohne Bild. Bißchen schwierig, so sein Ziel zu finden, besonders dann, wenn das Ersatz-Navi (Garmin mit veralteten Karten) sich standhaft weigert, eine Berechnung durchzuführen, geschweige denn mit Benutzbarkeit zu glänzen. Die Lösung war am Ende (die findet man natürlich erst am Ziel, wenn man wieder Wifi hat), dass die Smartphone-App Kanada zwar berechnet, die Karten aber erst nach einem In-App-Kauf (sagenhafte 3,69€) auch anzeigt. Naja, mit knapp 10€ immer noch die beste Investition auf der Navigationsseite.

Nach ein bißchen Stau und vollen Straßen sind wir dann in Toronto angekommen. Voll ist das hier. Unser Hotel ist ein wenig außerhalb, wobei Toronto eher ein großer Blob ist und ‚außerhalb‘ es nicht ganz trifft. Es war auf jeden Fall das einzige bezahlbare Hotel, in dem man parken kann und dafür nicht 100$ pro Tag zahlt. Der erste Eindruck: Gangland? Zumindest scheint das genau an der Ecke anzufangen, an der das Hotel liegt. Östlich davon sieht es eigentlich sehr hübsch und teuer aus. Und wer es genau wissen will: das Hotel hier liegt auf einem der ersten drei Plätze der räudigsten Absteigen, in denen wir bislang waren (die anderen Plätze werden jeweils von Motel 6 am Grand Canyon und einem anderen Motel 6 irgendwo im Südwesten belegt). Naja, irgendwann muss man sowas ja auch mal erwischen.

Nach einem kleinen Umweg zur zweiten Poutine (nicht so gut wie die erste) sind wir dann ins Kino, um nicht im Hotelzimmer sitzen zu müssen. Da fällt mir ein: was ist diese nordamerikanische Abart, jeden Snack zu versalzen? Popcorn? Klar, aber nur mit Butter. Schokolade? Packen Sie doch Speck drauf. Crazy peoples… Jetzt gehts ins Bett und morgen dann entweder zu den Niagarafällen oder in die Innenstadt von Toronto. Mal sehen, wo morgen besseres Wetter ist. Immerhin haben wir die zweistelligen Temperaturen geknackt.

PS: heute erst gemerkt, dass unser Ford Edge Nummernschilder aus Florida hat. Eine nette Geste von National :-)

PPS: Michigan scheint Plumbing-technisch (also Wasserrohre etc) eine Leuchtturmrolle in den USA einzunehmen, auf jeden Fall sind hier die Spülungen druckvoll und das Wasser tatsächlich kalt.

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2014 Chicago Urlaub

On the road – immer noch viel zu kalt

Der Titel sagt eigentlich alles. Heute ging es fleißig weiter in Richtung Toronto, der Halt heute in Ann Arbor. Aber davor hat uns die Temperatur nahe dem Gefrierpunkt dazu bewogen, nochmal einen ungeplanten Stopp im Outlet Center von Michigan City zu machen. Irgendwo muss es doch Jacken geben. Und Hosen. Und Handschuhe? Mütze? Schal? Portable Öfen? Wie auch immer, was macht der Deutsche, wenn ihm kalt wird? Er kauft Funktionskleidung. Was solls, warm und regengeschützt, darum gehts :-)

Morgen steht dann Toronto auf dem Plan, und mit Glück kriegen wir noch einen Blick auf Detroit.

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2014 Florida Urlaub

Es ist kalt. Es ist so unglaublich kalt!

Heute war Abschied von Florida und Abflug nach Chicago. Also nochmal lecker Frühstück beim gestern entdeckten First Watch, dann das Verdeck runter und nochmal die 3,7 Liter des Ponys an jeder roten Ampel ausgekostet. Yeah! Achso, und die Koffer mussten ja auch wieder flugtauglich gepackt werden, was ein Spaß.

Egal, aber zum Flughafen, den verdreckten Mustang abgegeben, und nach Chicago eingecheckt. Gottseidank gab es am Flughafen noch genug passende Merchandise-Shops, also konnte Tobi nochmal die Harry Potter-Robe anprobieren. Naja, Einchecken und Flug waren eher unspektakulär. Nur im Flieger waren es wieder Kennedy Space Center-Temperaturen, vielleicht hatten die ja den überschüssigen flüssigen Sauerstoff getankt?

Ankunft in Chicago. Kein Regen. Aber kalt. Also, einfach mal so 20 Grad weniger als in Florida. Beim Mietwagen dann doch das Upgrade genommen, denn da stand so ein schnuckeliger Ford Edge mit Leder und allem anderen Klimbim. Seeeeeeeehr entspannendes Fahren, die 120km nach Michigan City gingen sehr viel schneller und angenehmer als in einem Cabrio. Das einzige Problem ist die Außentemperaturanzeige, die stetig fiel. Aktueller Stand sind 5 Grad. Im Mai! Irgendwas stimmt hier nicht.

Abendessen in der lokalen Mikrobrauerei von Michigan City. Lecker Bier und lecker Essen. Dass wir uns Kanada nähern, merkt man auch daran, dass erstmals Poutine auf der Speisekarte stand. Bewertung? Generell sollten Pommes nur mit Käse und Bratensauce serviert werden. Wenn man denn will, gern auch mit Pulled Pork.

Gute Nacht, wir machen jetzt erstmal die Heizung an.

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2014 Florida Urlaub

Und der Magen dreht sich, und dreht sich, und dreht sich… Activity Day #2

Nachdem wir gestern kurzfristig das Hotel und den Standort gewechselt hatten, konnten wir es heute auch sehr viel entspannter angehen. Kurz zum Recap: nachdem wir gestern in Cocoa Beach angekommen sind, mussten wir ziemlich schnell feststellen, dass dieser Ort (und mit ihm wohl alle Orte in der entsprechenden Umgebung) eher mit einem abgehalfterten Blackpool (geht das überhaupt?) als mit einem netten Ort mit Strand zu vergleichen war. Strand war eher Malle als Rentnerparadies (letzteres ist einfach sehr viel entspannter, punkt). Essen war eher nicht vorhanden, und wenn das Essen nicht stimmt, stimmt vieles andere auch nicht. Insofern sind wir echt froh, dass der 5 Sterne-Yelp-Eintrag zu ‚Big Kahunas‘ sich als ‚what-the-fuck‘ herausgestellt hat. Der Weg zurück war zwar nochmal etwas umständlich (natürlich passiert grade dann ein Unfall, der alle Spuren sperrt), aber soweit war es die richtige Entscheidung.

Deshalb also, neuer Standort: Best Western Orlando. Direkt neben den Theme Parks und einem sehr leckeren TGI Fridays für abends.

Plan für heute war: Universal. Die Tickets haben wir im voraus gekauft, auch den ‚Fast Pass‘, um an den Schlangen vorbeizuziehen. Kurz zur Übersicht: Universal spaltet sich unter anderem in zwei Theme Parks auf: die Islands of Adventure und die Universal Studios. Der Unterschied? Keine Ahnung. Vielleicht der Name? Das Grundprinzip bleibt das gleiche. Fun fun fun. Und fees (also Gebühren für jeden Schei# :-)

Startpunkt zur Parköffnung um 9:00 (ja, wir sind um 6:30 aufgestanden) waren die Islands of Adventure, denn hier befindet sich die Wizarding World of Harry Potter. Und die ist wohl mit das beliebteste hier. Naja, nicht um 9:00 morgens. Kurze Schlange und rein. Eine sehr… umfassende Erfahrung. Hogwarts-Nachbau, komplett mit Innenleben etc, und danach eine fiese fiese Fahrt im Simulator (das machen die hier viel).

Hier mal kurz der Ablauf (was da jeweils passiert, findet ja jeder auf den Seiten der Parks, die Beschreibung ist einfach zu viel): Harry Potter and the Forbidden Journey – Dragon Challenge – The Amazing Adventures of Spider Man – The Incredible Hulk Coaster – Parkwechsel – Despicable Me Minion Mayhem 3D – Simpsons Lunch Break – The Simpsons Ride – Men in Black: Alien Attack – Hollywood Rip Ride Rockit (2x) – Parkwechsel zurück – Dudley Do-Rights Ripsaw Falls – Ende :-)

Bewertung und Anmerkungen:

  • Elena mag 3D Rides, also die, bei denen man stationär durchgeschüttelt wird und auf der Leinwand die Fahrt simuliert wird. Tobi hat empirisch festgestellt, dass ihm davon schlecht wird. Die Rides an sich sind wirklich gut und machen Spaß.
  • Elena mag dagegen keine Achterbahnen, das wurde nach der Dragon Challenge festgestellt. Tobi verträgt die erstaunlich gut und konnte dank Elenas Fast Pass je zweimal an der Warteschlange vorbeiziehen.
  • Spider Man: cool
  • Hulk Coaster: sehr sehr geil
  • Der Despicable Me-Ride ist sehr sehr witzig.
  • Der Simpsons-Teil ist (wie alles andere eigentlich auch) wirklich liebevoll gestaltet. Die Simpsons-Restaurants sind eher das Gegenteil und ziemlich bäh. Aber für ein Ribwich und einen Krusty Burger macht man das mal.
  • Simpsons Ride ist auch sehr spaßig, man merkt ihm das Alter allerdings an. Trotzdem auf der Top-Liste.
  • Men in Black: lustig, weil man interaktiv Dinge abschießen kann.
  • Rip Ride Rockit Coaster: Hammer. Senkrecht nach oben und dann Feuer frei. Und neben dem Kopf hängen Lautsprecher und man sucht sich seinen Song aus. Tobi hat beim ersten mal versehentlich Mötley Crue gewählt, aber der passte so gut, dass er das nochmal genommen hat.
  • Dudley Du: Wildwasser fürs Ende. Sehr nass. Aber Elena hats Spaß gemacht. Tobi auch.
  • Universal zieht dir für jeden Mist Geld aus der Tasche. Das fängt beim Parken an, geht über die Miete für ein Schließfach und hört bei den unglaublich vielen Souvenirs und anderem Klimbim auf.

Zusammenfassend: heute war ein eher leerer Tag im Park, was sich positiv bemerkbar gemacht hat. Die Wartezeiten bei den Rides wären kurz gewesen, mit Fast Pass war das aber unerheblich. Generell waren weniger Leute unterwegs und es war fast schon entspannend. Und insgesamt kann man im Internet soooo viel darüber lesen, was man wie und wann machen soll, damit es passt. Der einzige Tip, den wir geben können: geht unter der Woche hin (und natürlich nicht vor oder an Feiertagen). Alles andere ist irrelevant und macht einen nur verrückt.

Zum Abendessen nochmal lecker Steak und Bier bei TGI Fridays und jetzt ab ins Bett. War nämlich ein langer Tag.

 

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2014 Florida Urlaub

Fahren, fahren, fahren

Heute gings von der schönen, warmen, pudersandigen Golfküste an die Atlantikküste, nach Cocoa Beach. Insofern gibt es wenig zu berichten und hier nur schnell die Highlights:

  • Die Fahrt diesmal war weniger stressig als die von Key West nach Fort Myers Beach
  • Cocoa Beach ist räudig. So richtig richtig räudig. Blackpool-räudig.
  • Dieser Eingebung folgend, haben wir aus dem Hotel ausgecheckt und sind nach Orlando gefahren. Hier ist schöner. Und näher an Universal, für morgen.
  • Lecker Abendessen bei TGI Friday’s

 

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2014 Florida Urlaub

Ökotourismus? Nicht mit uns Umweltsäuen…

Heut war Activity Day geplant. Gestern noch bei Mid Island Watersports die sog. ‚Dolphin Tour‘ reserviert, heute dann losgefahren. Morgens um 10 auf Jetskis durch die Bay.

Nach den obligatorischen Leases of Liability (‚jaja, ich verklag euch nicht‘) kam dann unser Guide an, wir wurden kurz in die Bedienung eines Jetskis eingewiesen (Pistolen sind komplizierter) und los ging es. Insgesamt vier Jetski mit sechs Personen (Elena saß bei Tobi hinten drauf). Kurzer Teaser zum Titel der Tour: Delphine haben wir gesehen. Relativ nah und relativ kurz. Ansonsten großer großer Spaß. Die Dinger sind unglaublich schnell (so umgerechnet knapp 80 bis 90 km/h) und Wellen sind unglaublich hart. Und nass. Und generell und sowieso. Großer Spaß. Wer die Möglichkeit hat, sollte das mal mitmachen.

Danach sind wir wieder ans Ufer, kurz durch die Sandbank gewatet und haben dann die nächste ökologisch korrekte Aktivität in Angriff genommen: Parasailing. Warum? Warum nicht! Nett zum bereitstehenden Boot geshuttelt worden, in die Gurte geschnallt, und dann gings auch schon los. Weniger nass als auf den Jetski, aber ein ganzes Stück höher. Wobei, zweimal haben sie uns ins Wasser dippen lassen und dann wieder hochgezogen. Fotos haben wir auch bekommen, aber unser sehr freundlicher Bootsführer hat sich tausendmal entschuldigt, dass seine Kamera kaputt sei und er deshalb Handyfotos von uns gemacht hat. Die er dann Elena per E-Mail geschickt hat. Kurzer Dienstweg quasi :-)

Genug Wassersport, erstmal Lunch. War auch erst kurz nach 1 (wir sind gut durchorganisiert). Nach dem Lunch nochmal in die Outlet Mall, denn eines fehlte noch auf der Liste: Jacken. Für diesen bitterkalten Norden, in den es uns bald verschlagen wird. Haben wir aber gefunden und gekauft.

Den Tag haben wir dann an der Tiki Bar (das scheint übrigens so ein Ding zu sein hier, alle Motels bewerben ihre Tiki Bar) mit Cocktail und Light Beer ausklingen lassen. Vorher gab es einen Dinner-Snack am Strand, damit das amerikanische Starkbier nicht so reinhaut…

 

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2014 Florida Urlaub

Did you shoot before? – Sure, sure…

Wetter? Wie immer zur genüge vorhanden, in sonnig und warm. Geht nicht besser :-) Und ausgeschlafen haben wir auch, obwohl es hier an der Golfküste nachts wieder wärmer ist als in Key West. Und die dröhnende Klimaanlage will man ja nu auch nicht die ganze Nacht laufen haben.

Zum Frühstück gabs nach gestern nochmal Bagel, diesmal aber „leider“ in amerikanisch. Die Variante gestern war irgendwie besser. Heute war es doch sehr… käselastig? Umfangreich? Gewaltig? Auf jeden Fall nix leichtes für zwischendurch.

Station #1 war heute Fowler Firearms. Laut Recherche eine der wenigen (oder auch die einzige) Gun Range, die nicht nur Lanes, sondern auch gleich die Knarren dazu verleiht. Und da wir unser reiches Arsenal ja nicht mitnehmen konnten, waren wir auf leihen angewiesen. Ein etwas gemischtes Gefühl haben die eher mittelmäßigen Reviews hinterlassen, die eine eher unschöne Erfahrung versprachen. Aber was solls. Genau: sehr sehr nette Leute, alles unproblematisch. Die obligatorische Liability Waiver unterschrieben (von wegen, wenn dich einer erschießt, bist du selber schuld und verklagst uns nicht) und dann noch schnell die Frage, ob man denn schonmal geschossen habe und mit Waffen umgehen könne, mit einem klaren ‚Ja‘ beantwortet. Und dann ausgesucht. Einen Ausweis wollte übrigens keiner sehen, aber er hat glaub ich auf einer Liste geschaut, ob Deutsche schießen dürfen. Wie ein Kind im Schokoladen.

Als alter Waffenprofi war das Faschsimpeln auch kein Problem: ‚Welcher Kaliber darfs denn sein?‘ – ‚Für die Dame vielleicht lieber .22, ich nehm dann die 9mm‘ Sowas schafft Vertrauen in das eigene Können. Immer nur eine Waffe auf einmal mit auf die Range nehmen, aber ok, erstmal für Elena die 50er Packung .22er (erstaunlich kleine Kinderpatronen) und eine schöne Kahr (glaub ich) ausgesucht. Leider war Elena dann doch erstmal abgeschreckt von der Tatsache, dass auf der Range niemand war, der irgendeine Einweisung gegeben hätte. Schließlich kann der gute Amerikaner ja mit Waffen umgehen. Also durfte Tobi ran. Laden, durchladen, schießen. Wundern, warum manchmal nix passiert, naja, Anfängerfehler dürfen passieren. Schießt sich gut, so ne Kinderpistole. Elena hat dann doch nach fachgerechter Einweisung durch Tobi (hat schließlich schon viele Filme gesehen) ein paar Schuß abgegeben.

Einpacken und die größeren 9mm für Tobi. Und dann will mir der Angestellte doch glatt irgendeine Wald-und-Wiesen-Knarre andrehen :-) Stattdessen die Walther PPS genommen, die wollte ich schon lang ausprobieren. Und ist gleich ne Menge mehr Wumms hinter. Auch die Packung mit den Patronen ist ungefähr 10 mal so groß. Zusammenfassend: unglaublicher Spaß! Wer in die USA fliegt und keine Gun Range besucht, der verpasst was.

Anschließend erstmal neue Sonnencreme gekauft. Die verbraucht man hier massiv. Oder, wir verbrauchen die massiv, kriegen dafür aber auch nicht diesen gesund ledrigen Teint der geriatrischen Abteilung hier. Strand, braten. Oder auch kein braten, sondern eher einmal auf und ab und dann wieder ins Hotelzimmer (liegt ja glücklicherweise direkt am Strand). Nach einer doppelten Lage Sonnecreme haben wir uns dann doch mal die Badesachen angezogen und sind ins Wasser. Pupswarm, aber salzig. Aber so schööööööön. Wobei unser beider Schluß war, dass Strand zwar schön ist, aber es völlig an uns vorübergeht, was man da einen Tag lang machen sollte. Richtig schön wirds ab 17h, wenn die Sonne nicht mehr brennt. Normale Leute verbringen den mittag innen, zum Beispiel auf der Gun Range.

Zum Abendessen gabs dann nochmal Shrimps und Miller Lite, anschließend nochmal Strand und Sonnenuntergang. Der hier übrigens in ca 5 Minuten erledigt ist. Aber schön!

 

Kleiner Disclaimer: leider haben wír immer die volle Bildgröße hochgeladen, weshalb unser Webspace eng wird. Wenn also Fotos anfänglich ‚häßlich‘ aussehen, einfach kurz warten, der lädt nach.

 

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2014 Florida Urlaub

Ökologisch unkorrekter Tourismus mit Awesomeness am Abend

Der prototypische ökologisch unkorrekte Tourismus in Florida beinhaltet die berühmt berüchtigten Airboats durch die Sümpfe der Everglades. Naja, da spuck ich doch auf political correctness und lass mich dröhnend über Alligatoren fahren. Genau das haben wir auch gemacht (nachdem wir auf dem Weg in einer weiteren Mall gehalten haben. Für ein Land mit so vielen Einkaufsmöglichkeiten könnten die ihre Shops auch mal besser organisieren und zusammenfassen). Also nach dem Versuch, das complimentary breakfast zu essen, haben wir auf Starbucks umgestellt und sind los. Irgendwo im Nirgendwo am Tamiami Trail lag dann auch Coopertown, Bevölkerung 008. Und neben einer „Animal Show“ haben die auch Airboats. Geld gegeben und Platz genommen. Was soll man sagen? Macht Spaß. Und alle, die dagegen wettern, von wegen welche Gründe sie auch immer anführen, haben einfach keinen Spaß im Leben. Punkt.

Lunch waren dann ein Grilled Cheese Sandwich für Elena und mal wieder was Frittiertes für Tobi. Froschschenkel. Wird nicht das Lieblingsessen, aber probiert haben sollte man es :-) Und wie alle guten Amerikaner serviert auch Coopertown zu jedem Gericht Fries und Cole Slaw. Passt.

Der nächste Punkt war eine der wenigen konkret vorgebuchten Aktivitäten, wegen der wir wieder von Coopertown nach Key Largo fahren mussten. Gewöhnt man sich auch dran. Sunset Kayaking bei Garl’s Kayaking. Treffpunkt: im RV Trailer Park. Naja, das sind dann auch mal richtige Wohnmobile. Nicht dieser Kinderkram deutscher Camper in speckigen Unterhemden. Würd ich aber trotzdem nicht mit fahren, aber wenn man so ein Gespann aus Wohnmobil (in LKW-Größe) und SUV an der tow bar sieht…

Anyways: Kayaking. Insgesamt waren wir zu fünft und sind jeder im eigenen Kajak in die Florida Bay gepaddelt. Also quasi die Inlandsseite der Florida Keys. Ein paar hundert Meter zu einem Key gefahren, und dann mehr oder minder würdevoll aus den Kajaks gefallen, Schnorchelausrüstung angelegt und geschnorchelt. Nicht zu vergleichen mit einem Korallenriff, aber wenn man sich erstmal drauf einlässt, finden sich unzählige Fische und anderes Unterwassergetier. Leider haben wir keine Manatees gesehen, was nicht am Enthusiasmus unserer Guide lag (die war klasse). Auf dem Rückweg haben wir dann noch im Gestrüpp angehalten und es gab Cracker, Käse, Wein und Sonnenuntergang. Plus nette Gesellschaft. Sehr sehr awesome.  Absolut zu empfehlen!

tl:dr: AWESOME!

Rückweg unspektakulär, aber mit offenem Verdeck absolviert :-)

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2014 Florida Urlaub

Snorkeling – Art Deco-Style

Frühstück: nach der Denny’s-Enttäuschung wieder zu Ihop. Versöhnt mit vier Blueberry Pancakes :-)

Danach den ersten Abstecher Richtung Florida Keys zur ersten „preplanned activity“, i.e. Schnorcheln im Pennekamp State Park. Nachdem der letzte Check auf der Website ein wenig Zweifel am Stattfinden der Schnorcheltour hat aufkommen lassen, hat ein kurzes Telefonat diese Zweifel ausgeräumt. Und gleichzeitig neue gestreut: „uä uä, Wellen, adverse conditions, der Captain verlangt, dass nur erfahrene Schnorchler kommen“. Jaja. Und wir wissen ja, was jaja heißt.

Also ab nach Key Largo. Angekommen, und den gleichen Sermon nochmal. Oh, so hohe Wellen (2 Fuß, das sind was? Ein paar Zentimeter?), Strömungen, bla blub. Elena hat sich dann auch erst kurz vor Abfahrt entschieden, Ausrüstung zu leihen. Nachdem wir die anderen, „erfahrenen und guten“ Schnorchler gesehen haben ;-)

Zum Schnorcheln: Awe – wait for it – some. Absolut großartig, aber das weiß Tobi ja seit Hawaii. Und auch Elene hat gelernt, durch den Mund zu atmen. War toll. Lustige Fische, Korallen, was man halt so im Korallenriff findet. Und die „adverse conditions“? Naja, man muss sich immer in Erinnerung rufen, dass „liability“ das Angst-Wort aller Amerikaner ist, weshalb die Knilche alles versuchen, um Haftung auszuschließen. Mit anderen Worten: das Drama aller Amerikaner ein paar Grad runterschalten, dann passt das auch für Kontinentaleuropäer.

Anschließend wollten wir eigentlich noch an den Strand, aber der Strand im Pennekamp Park war eher der kleine häßliche Cousin eines Strands. Also stattdessen mal wieder den öffentlichen Wifi-Spot genutzt und schnell den nächsten Fischgrill gefunden. Tobi wollte nämlich frittierten Fisch. Und den gabs auch ein paar Kilometer weiter auslands. Yummy. Frittierte Shrimps, frittierter Weißfisch, frittierte alles! Dafür muss man die Amerikaner lieben. Sie frittieren gern.

Nächstes Ziel war nochmal Miami (mit „Zwischen“-stop in der Aventura Mall, denn nur dort gibt es einen Shop, den Elena wollte. Und in dem sie nichts gekauft hat :-) War aber trotzdem erfolgreich). Miami Beach also. Der Weg dahin war auch nett. Im Sinne von gruselige Apartmenthochhäuser links und rechts und amerikanische Autofahrer. Dafür war das Wetter großartig. Miami Beach hatten wir ja schon an Tag 2, aber diesmal haben wir das ganze so gesehen, wie es überall zu sehen ist: im dunkel mit Neonlichtern. Sieht ziemlich awesome aus. Und bei dem Wetter hier…

Sidenote: Obdachlose fragen hier nach 1 Dollar für eine „cheap bottle of whisky“. Das muss gruseliges Zeug sein. Habs ihnen aber gegeben, kein Grund, unfreundlich zu sein.

Another sidenote: Walmart ist um 22:00 genauso voll wie tagsüber.

Another sidenote: es gibt hier Bier in 7 Fl. Oz. Größe. Keine Ahnung, was das in Litern ist, aber es ist verflucht winzig-klein.

Another sidenote: ich hoffe, der Wunsch nach einem Pony-Foto wurde zur Zufriedenheit erfüllt.

Another sidenote: noch wissen wir nicht, was das Pony an Höchstleistung abrufen kann, wir bekommen die Motorhaube (noch) nicht auf. Und außer einem Schlüssel bekommt man hier ja nix vom Vermieter. :-)