Kategorien
2017 Florida Florida 2017 Urlaub USA

Tiere gucken. Burger essen.

Vorab noch ein paar unsortierte Gedanken:

  • US-Amerikaner sind gefühlt wirklich die lausigsten Autofahrer. Es gibt aber augenscheinlich weniger Unfälle als erwartet.
  • Es gibt überall Bushaltestellen. Es warten überall Menschen an diesen Haltestellen. Wir haben noch keinen Bus gesehen.
  • So ein aufgewecktes Kind ist der totale Türöffner. Kleiner Tipp an Alleinerziehende…

Jetzt aber zum Tagesgeschäft. Nora hält sich vorerst an die 6:30 Uhr, was okay ist. Dafür, dass wir roundabout 8000 km von ihrem angestammten Revier entfernt sind. Aufstehen, duschen, IHOP. Nothing new here.

Und wie man dann halt so seinen Tag um sein Kind herum organisiert, haben wir ihren Vormittags-Nap genutzt, um sie ins Auto zu verfrachten und sie dann wie von Zauberhand am Zoo Miami aufwachen zu lassen. Wurde akzeptiert. Eintritt bezahlt und erstmal abgelehnt, für 30 zusätzliche $$$ die Tiere füttern zu dürfen(?). Auf jeden Fall hat sich Nora dann auf dem Spielplatz gleich mit anderen Kindern angefreundet und sich bespaßen lassen, bevor sie dann selber den wippenden und nachgebenden Granulatboden getestet hat.

Der Zoo selbst ist eher klein, aber echt angenehm aufgemacht. Wasser kostet sportliche 3 Dollari, und wer will, kann sich auch morgens um 10:00 schon am Craft Beer für 8 Dollari versuchen. Haben besonders die gemacht, die wohl als Company Reward für ihre sicherlich wichtige Charity-Arbeit von JP Morgan Chase & Co in den Zoo gelassen wurden.

Kurzer Zwischenstopp – dank Noras Schlafbedürfnis etwas länger – und die hungrigen Mägen haben uns in Richtung Lincoln Rd Mall und endlich endlich endlich wieder Shake Shack getrieben. Also geparkt und:

Maximale Einfahrtshöhe 8 Fuß.

Was weiß denn ich, wieviel das ist? Statt mit irgendwelchen Fanatasiemaßen vielleicht mal mit was echtem messen? Egal, rein da, wird schon knirschen. Genau, geparkt und dann Shackburger, Fries und Lemonade. Konsistent großartig.

Zurückgetrieben von – naja, ich glaub, das kann ich so langsam auch lassen, ist ja eh klar, warum wir welche Richtung einschlagen. Zurück, und auf dem Weg noch

Das war Barbara Becker.

Und der alte Promispotter Tobi hats verpasst. Und dann wieder los zum Strand, Madame war heute etwas wacher und sollte auch mal in den Genuß erster Hand des großartigen Konzepts „Strand“ kommen. Wurde akzeptiert und gegessen, besonders der Seetang.

Kategorien
2017 Florida Urlaub USA

Shøpping und meer

Ja, Nora und die Nacht, die brennende Frage von gestern. Kurz nach Mitternacht. Aber mit freundlicher Gewalt konnte sie dann doch noch dazu bewegt werden, „dunkel“ mit „schlafen“ zu assoziieren und bis 6:30 zu nächtigen.

Nach der ersten Nacht hier, die auch viel unter dem Zeichen des Kampfes gegen die Klimaanlage stand, musste dann dringend Frühstück her. Fahrtrichtung IHOP, wo Nora dann ihren ganzen Charme spielen ließ und wirklich jeden um ihren winzigen Finger gewickelt hat. Pancakes, French Toast, Eier, Speck und Hash Browns waren auch eine recht solide Grundlage.

Kurze Überlegung, was wir heute denn machen wollen, und wir entschieden und für den Klassiker und sind nach Sawgrass Mills zum Einkaufen gefahren. Fazit: ist mit Baby ein wenig herausfordernder, aber nicht unmöglich. Zumal Nora ja auch die Extrovertiertheit in Person ist. Nur blöd, dass sie auch in jeden reinbeißen will, und zwar nicht im übertragenen Sinn. Nun denn, wir waren als recht erfolgreich und waren dann zum Lunch – wie eigentlich bei jedem US-Urlaub – zuerst mal in der Cheesecake Factory. Und weil Experimente doof sind, essen wir auch seit 2009 immer das gleiche. Schmeckt aber, sonst würden wir das nicht machen.

Ein Zwischenstopp bei Walmart (da ist übrigens irgendwie die Luft raus, zum ersten Mal wirklich gemerkt, wie trashig das da ist) und wir sind mit schlafender Nora zuhause angekommen. Netterweise schlief sie auch in der Manduca weiter, denn die Erziehungsberechtigten verspürten irgendwie den Drang, jetzt doch endlich mal das Meer zu sehen. Und 136 Schritte später standen wir am Atlantik. Der übrigens sehr kalt ist. Und auch Nora hat Atlantikküstensand am Fuß gehabt.

 

Kategorien
2017 Florida USA

Abgehoben und angekommen – ab jetzt dann wohl zu dritt…

Es ist mitten in der Nacht. Bestimmt. Zumindest ist Nora im Nachtzustand, obwohl draußen hellster Sonnenschein ist. Muss also was dran sein.

Also, trotz „der Name steht aber nicht genau so auf dem Ticket wie im Pass“, trotz „wir schicken mal irgendwas an diese komischen Einreiseformulare, wird schon stimmen“, trotz „oh mit Baby fliegen“, kurz: trotz Zeugs: wir sind gut in den ersten Urlaub seit 2 Jahren gestartet.

Vorabend Check-in bei der Pleite-Airline hat geklappt und es tatsächlich um einiges erleichtert. Teaser und Spoiler: die Koffer sind angekommen. Fliegen mit der Pleite-Airline war auch ok, man merkt nur die tiefroten Zahlen: keine Geschenke mehr für Babies, keine aufblasbaren Flugzeuge, kein nix, nicht mal „Familien können zuerst einchecken“. Trotzdem: das Essen war wie immer eine kulinarische Offenbarung, Nora hat das alles sehr gut weggesteckt, und wir haben auf 10 Stunden Flug immerhin einen Film sehen können (The Accountant – lohnt sich). Nur könnte so ein Flugzeug gut und gerne mehr Krabbelfläche haben.

Für die Immigration haben sich diese listigen Luchse mal wieder was neues ausgedacht: Automaten. Da legt man seinen Pass rein, scannt seine Fingerabdrücke, dann fährt eine Kamera auf deine Kopfhöhe und macht ein schickes Portrait von dir, und dann spuckt der Automat einen Zettel aus. Der legt dann fest, ob du als Nicht-Gefährder so ins Land darfst, oder ob dir aus Gründen nochmal auf den Zahn gefühlt werden muss. Kurzum: Tobi ist clean, Nora ist clean, Elena ist mit einem X markiert worden.

Anyways, Mietwagen abgeholt (ein Hyundai Santa Fe in der Le Plastique Magnifique-Ausstattung) und ab zum Airbnb.

Jetzt mal sehen, wann Nora die Nacht für beendet erklärt.

Kategorien
2016 Lissabon Portugal

Auf und ab in Lissabon

Der November hatte dann noch einen letzten business trip dieses Jahr aus dem Ärmel geschüttelt. Es ging zum Web Summit nach Lissabon. Dank (?) früher Anreise und später Abreise blieb genug Zeit, sich diese Metropolregion mal näher anzusehen. Also…

Lissabon

Abflug um 6:00 Uhr bedeutet lustigerweise Gepäckschalter, die um 5:00 Uhr schließen. Die Rechnung kann jeder selbst im Kopf machen, wie früh der Wecker da klingelte. Genau. Der Flug mit tap portugal war wie die meisten Flüge unspektakulär und von schlechtem Essen geprägt – ein Actimel-Trinkjoghurt (fun fact: die wichtigen linksdrehenden Kulturen darin heißen nicht mehr L. casei defensis, sondern L. casei danone) sowie ein trockenes und gleichzeitig pappiges Baguette mit einer einzelnen traurigen Scheibe Mystery-Wurst.

Naja, nach der Landung dann erstmal von der gleißenden Sonne Portugals geblendet und ein Taxi gesucht. Gefunden, und mit durchschnittlich 100 km/h zum Hotel chauffiert worden. Das Sweet Lisbon Guesthouse entpuppte sich dann als etwas abenteuerliche Absteige: sobald man in der Tür drin ist, ist alles nett, die Zimmer sind gut. Aber davor darf man eine Tür aufstoßen, die nicht geöffnet werden möchte, ein stockfinsteres Treppenhaus durchqueren, weil man den Lichtschalter nicht findet, und dabei den odeur der im Treppenhaus geparkten Mülltonnen genießen ignorieren.

Naja, erstmal Augen zu und einen Teil der Nacht nachholen. Und dann: Sightseeing! Auf und ab durch die Straßen Lissabons. Ich lass mal die Bilder sprechen.

Lissabon kriegt 3 von 5 spiegelglatt polierten Pflastersteinen.

Sintra

Eine Zugstunde entfernt fand sich Sintra. Alte Stadt, mit Palast und Ruine etc pp. Da die Sonne schien ein perfektes Ziel für einen Ausflug. In der – nennen wir sie mal – Altstadt (was ja nicht stimmt, ist ja alles alt hier) reiht sich dann eine Touristenfalle an die andere, mit Souvenirshops und Viersprach-Laminiert-Speisekarten im Wechsel. Allerdings konnte man vom Bahnhof schon das castelo de mouros (bzw. dessen Ruinen) am Bergrücken erblicken und als Tagesziel eintakten. In weiser Voraussicht dann noch ein paar der hiesigen Konditorspezialitäten erworben (von wegen Zucker unterwegs) und ab dafür.

Tja, so ein Aufstieg kann ziemlich anstrengend sein, aber wofür macht man denn den ganzen Sport? Oben angekommen dann zähneknirschend die 6,50€ Eintritt gezahlt (kostet in der Hauptsaison wohl mehr) und sich eine ganz nette Burgruine angeschaut. Die Aussicht war schon super und das Kraxeln entlang der Mauern auch, aber auch hier gilt der Spruch kennste eine, kennste alle. Fazit zum castelo: sollte man machen, weil allein der Aufstieg Spaß macht.

Sintra kriegt 4 von 5 Nilpferdstickern (mit Stoff).

Cascais

Eine knappe halbe Stunde Zugfahrt von Lissabon entfernt (plus x, je nachdem, wo denn dein Hotel liegt) liegt Cascais. Ein… nun ja… Strandort? Schwer zu sagen. Allerdings gibt die Suche nach day trip from lisbon meist genau zwei Ergebnisse: Sintra und Cascais. Und bei der begrenzten Zeit vor Ort wollte ich nicht groß nachdenken und hab das eben so genommen.

Also Cascais: es ist ein Ort am Wasser. Hafen für private Boote, teure Hotels mit Blick aufs Wasser, teure Hotels mit Blick ohne Wasser, Strände. Wobei das Wort Strand hier eher bedeutet Stück mit Sand. Und die baco de inferno haben sie hier, wobei man leider sagen muss: kennste eine Klippe mit Wellen die Krach machen, kennste alle Klippen mit Wellen die Krach machen.

Im Grunde aber egal, denn wo sonst kann man im November bei 20°C und Sonnenschein im Sand sitzen? Eben!

Cascais kriegt 3 von 5 Sandburgen (bei Sonnenschein).

Essen

War gut. Nicht immer leicht zu finden, aber gut.

Fazit

Lissabon ist eine Stadt. Kennste eine, kennste… nein, das lassen wir mal.

Die Pluspunkte

  • Die engen Gassen, die sich auf und ab über die sieben Hügel schlängeln. Da einfach durch und immer wieder irgendwas neues sehen und finden. Das macht Spaß und lässt einen mal wieder die Muskeln am Schienbein spüren.
  • Das Gebäck. Pasteis de nata bzw. belém (da ist man sich wohl nicht so ganz einig) sind einfach großartig. Und auch die restlichen Auslagen der Cafés sind nicht zu verachten.
  • Das Wetter. Sonne, Sonne, Sonne und milde Temperaturen. In der Ausprägung nicht erwartet und maximal überrascht worden.

Die Minuspunkte

  • Ich werd irgendwie mit dieser südländischen Mentalität nicht warm. Damit meine ich jetzt nicht die immer wieder gern zitierte Gelassenheit (die nehme ich hier nicht wahr, hat die schon jemand gefunden?). Mehr diesen völlig fehlenden Respekt für Menschenleben im Straßenverkehr. Und dieses Gefühl, an jeder Ecke abgezockt zu werden: Espresso im Sitzen, Espresso im Stehen, Espresso mit Blick aus dem Fenster, Espresso aus Espressotasse – alles unterschiedliche Preise. Und dann stellen wir dir hier noch ungefragt nen Riesenteller Brot, Oliven, Dips und sonstewas hin. Aber nicht anfassen, sonst musste das zahlen. Von Taxifahrern fang ich mal gar nicht erst an…
  • Essen gehen. Die Wahl ist eigentlich nur zwischen Touristenfallen und sorry, only with reservation. Das ist anstrengend.
  • Drogen. Wenn ich blöd angequatscht werden will, dann fahr ich in den Görlitzer Park. Aber dank der Entkriminalisierung der Drogen hier wirst du hier alle Nase lang gefragt, ob du nicht Gras, Koks oder Pfeilgift kaufen willst. Das nervt.

Nochmal hin?

Eher nein. Zumindest nicht gezielt. Als Teil einer Portugal-Tour mit Mietwagen aber wahrscheinlich schon.

Und bei einer Portugal-Tour hat man sowieso keine Wahl, denn man wird unweigerlich in Lissabon landen. Außer man fliegt irgendeinen obskuren Hinterlandsflughafen an.

Kategorien
2016 Budapest Ungarn

Buda? Pest? Budapest!

Oktober und Konferenz kann ja als einzige Konsequenz Budapest ergeben. Völlig logisch. Also auf zur AmuseUX in die Stadt an der Donau.

Da der dienstliche Teil überwiegt, nur die zwei wichtigen Fs, Fazit und Fotos.

Fazit

Budapest ist erstaunlich hübsch und so garnicht ostblockig-sowjetisch. Außerdem gut zu erlaufen. Nur die Donau ist gefühlt 500 m breit, das Überqueren der Brücken ist also nur einmal am Tag zu empfehlen.

Relativ günstig. Quasi das Prag von „bevor da nur noch Junggesellenabschiede hinfuhren“.

Mitbringsel gibt es übrigens nur solche der gruseligen Art. Gehäkelte Tischdecken sind ganz groß und an vielen Ecken zu erwerben. Dann noch ziemlich hässliche Puppen, Paprikagewürz und/oder ungarische Salami. Kann man auslassen.

Nochmal hin?

Vielleicht. Wahrscheinlich nicht, aber wenns mal am Weg liegt, dann schon. Lohnt sich.

Fotos

Kategorien
2016 Dublin Irland

Dublin – Recap

Der hier hing noch seit Juni im Entwurfstadium. Besser spät als nie.

Voll. Laut. Dreckig.

Die Stadt

Die Innenstadt ist klein. Was ganz praktisch ist, denn so kann man quasi überall hinlaufen. Muss man auch, denn der Verkehr ist die Hölle. Was auch daran liegen mag, daß nahezu alle Straßen der Innenstadt nur einspurig zu befahren sind, weil aufgerissen. Die Dubliners bauen nämlich ihr Straßenbahnnetz aus. Massiv.

Das Laufen in der Stadt. Macht eigentlich keinen Spaß. Einerseits, weil man permanent anderen Menschen auf die Füße tritt. Andererseits, weil eine 10 Minuten-Strecke schnell mal zu 20 Minuten werden kann. Warum? Weil an jeder Ecke Ampeln stehen. Und weil diese den immensen Verkehrsfluß, i.e. Autos, erstmal durchlassen müssen. Man steht also mehr, als man läuft. Sollte man im Hinterkopf behalten.

Sightseeing-ishe Höhepunkte

Sind eher rar gesäht. Dublin an sich ist nicht schön. Es hat einige schöne Ecken, aber der Gestank und der Verkehr und die Menschenmassen machen sich immer bemerkbar.

Must See? Keine Ahnung, da ist mir nichts hängengeblieben. Einfach in der Mitte anfangen und rumlaufen. Nach einem Tag hat man dann alles (zwei Tage, wenn man sich die Guinness-Brauerei anschauen will) gesehen.

Tipps?

  • Nach Howth fahren. Das ist schön.
  • Guinness trinken. Das schmeckt da wirklich.
  • Trinity College. Am besten auf dem Gelände bleiben, da ist nämlich ruhig.

Nochmal hin?

Nein. Dublin ist einer dieser Orte, bei denen einmal sehen reicht.

  • 1 Tag – ja
  • 2 Tage – kann man machen
  • 3 Tage und mehr – kann man sich sparen
Kategorien
2016 Dublin Irland

Ein Tag als Tourist und ein verbotenes Foto

Abreisetag in Dublin, aber netterweise fliegt Aer Kobold nur zweimal am Tag, und 7 Uhr irgendwas war mir definitiv zu früh. Deshalb bleibt noch fast ein ganzer halber Tag in Dublin, perfekt also, um mal den Touristen raushängen zu lassen und ein verbotenes Foto zu schießen.

Frühstück gabs unspektakulär im On-Campus-Etablissement namens „Buttery“. Ja, das heißt wirklich so. Anschließend ebenfalls umspektakuläres auschecken und dann nochmal umspektakuläres Zwischenlagern des Koffers.

The Book of Kells

Erster Punkt auf der Tagesordnung – ok, eigentlich der dritte, denn Nummer eins und zwei waren „Frühstück“ und „Auschecken“ – war das Book of Kells. Ein in mit Sicherheit mühevoller Arbeit von vier(?) tonsurierten Mönchen auf Schafshaut gebanntes Bibelepos. Jetzt ist das ja nicht so, dass die davon zig Kopien hätten. Nein, sie haben zwei Folianten. Und diese liegen für die Öffentlichkeit sichtbar aus, wobei die Seiten in regelmäßigen Abständen umgeschlagen werden. Das ist also hauptsächlich vor dem Hintergrund des Hintergrunds der Entstehung beeindruckend. Die zwei Doppelseiten bemaltes Schafsfell sind…nun ja…eher so, wie man sich bemaltes Schafsfell vorstellt :-).

Ob es die 11€ wert war? Gute Frage, man kriegt ja auch noch den Eintritt in die „Long Hall“ genannte Bibliothek spendiert. Und außerdem kostet der immense Gift Shop bestimmt auch viel im Unterhalt…

Zucker

Naja, weiter denn durch die Stadt und zwar zum „The Rolling Donut“. Ein Donutshop, den ich gestern zufällig entdeckt habe und der sehr vielversprechend aussah. Schmeckte auch so – genau solche Donuts wünsche ich mir in Berlin, nicht diesen Dunkin Donuts-Industriemüll.

Sightseeing (?)

So gestärkt überzuckert sollte man dann auch lieber nicht weiter laufen, sondern sich besser hinsetzen. Und wo sitzt man besser, als in einem Open-Top-Hop-on-Hop-off-Stadtrundfahrtsbus? Genau: nirgends. Für 10€ ein wahres Schnäppchen (danke nochmal an Michael, der mir beim Whiskey-Tasting den Tipp gegeben hat, mit den gelben Bussen zu fahren), die vergleichbaren nehmen nämlich gerne 25€ für größtenteils die gleiche Route. Kurze Zusammenfassung: Wetter hat gehalten, Fahrer war mit seinen Kommentaren sehr lustig, und in 2,5 Stunden kommt man schön einmal durch Dublin. Kriegt das Tobi-Siegel.

Anschließend nochmal fix zum Lunch und just in dem Augenblick, in dem ich wieder durch die Tür der Alma Mater Uni bin, ging der eher wolkenbruchartige Regen los.

Der Rest ist schnell erzählt: Koffer, Warten, Bus, Flughafen, Flugzeug, Berlin.

Das verbotene Foto

Nun ist es so, dass die Uni zwar 11€ von mir will, um mal einen Blick auf ihre Schafsfelle zu werfen, gleichzeitig aber mit Argusaugen darüber wacht, dass keine Fotos davon gemacht werden. Einerseits, weil 99% der Touristen nicht in der Lage sind, den Blitz an ihren Kameras auszuschalten. Andererseits, weil sich ja sonst jeder T-Shirts damit drucken könnte.

Von mir, für euch:

The Book of Kells

 

Bonus Content

…aus Howth

https://youtu.be/pVPjq2aeJTg

Kategorien
2016 Dublin Irland

Hello, Howth are you?

Donnerstag war der eine echte Urlaubstag. Genutzt? Genutzt!

Wenn man schon in Irland ist, sollte zumindest einmal ein Full Irish auf dem Speiseplan stehen. Gesagt, getan, und bei Gerry’s Coffee Shop aufgeschlagen. Keine Überraschungen hier, denn geschmeckt hat es! Definitiv empfehlenswert.

Breakfast

Mit vollem Magen gings dann ab Richtung Zug, denn die Fahrt nach Howth stand auf dem Programm. Howth? Nie gehört? Das ist irgendeine Halbinsel (It’s a peninsula? I thought this game was about trust!) östlich von Dublin, die mit dem/der(?) DART bequem zu erreichen ist. Also das Schnäppchenticket für 6,10€ gekauft und ab dafür!

30 Minuten später dann angekommen und: hallo, Kontrastprogramm. Während Dublin (wie schon erwähnt) voll und laut ist, ist Howth das, was man von einem Ort am Meer erwartet: leer und ruhig. Der Plan sah hauptsächlich den Cliff Walk vor, einen Rundweg entlang der Klippen. Und der Plan wurde auch umgesetzt, hatte nur den kleinen Schönheitsfehler, dass massiver Nebel aufgezogen ist.

Fazit: der Rundweg ist auch bei Nebel schön und gut zu laufen (für uns Städter sowieso), nur die Aussicht fehlt dabei irgendwie…

Und das Schöne an Rundwegen ist ja, dass man irgendwann wieder am Anfang ankommt. Und dieser Anfang führte dann an der The Abbey Tavern vorbei, die mit Cider und Chowder aufwartete. Passt auch.

Vor der Rückfahrt dann noch ein wenig am Hafen herumgeschlendert und ein wenig darüber geärgert, dass ich wieder ins stinkende Dublin zurück muss. Aber geht ja nicht anders.

Zum Abendessen gab es dann noch zwei erstaunlich leckere Guinness – die zapfen das hier irgendwie anders – und ein Steak & Blue Cheese Pasty, und damit ist der Tag auch vorbei. Gute Nacht.

Kategorien
2016 Dublin Irland

When in Dublin…

Konferenztag 2 und 3 sind abgehakt, und damit hat auch Kurzurlaubstag 1 angefangen. Die gingen quasi nahtlos ineinander über.

Die Abendaktivität vom Dienstag war recht überraschend der Literary Pub Crawl. Überraschend, weil der sowieso irgendwie auf meiner Liste stand, da gut bewertet. Deshalb: eine Klappe, zwei Fliegen. Ein Stein, zwei Vögel. Na egal, auf jeden Fall mitgemacht. Fazit dazu: lohnt sich sehr. Zwei lustige Dubliner führen eine Gruppe Auswärtiger durch einen (zugegebenermaßen) sehr kleinen Teil der Innenstadt und lockern das ganze mit vier Pubs auf. Zwischendurch erzählen sie verschiedenste Anekdoten zu den verschiedensten Dubliner Schriftstellern, und spicken das mit schauspielerischen Einlagen. Sollte man mal mitmachen. Der einzige Minuspunkt ist die Zeit in den Pubs, die mit jeweils 20 Minuten doch arg kurz bemessen ist.

Damit ging es dann auch schon zum Ende der Konferenz und zum Beginn der Freizeit. Den verfügbaren halben Tag habe ich dann genutzt, um Dublin zu erlaufen. Was wirklich nicht sonderlich schwer ist, denn die Stadt ist winzig. Allerdings hat die Stadt einige Nachteile, die sie – und das hört hier niemand gern – mit englischen Orten teilt: es ist extrem voll. Es ist extrem laut. Es ist extrem dreckig.

Deshalb: so klein und lauffreundlich Dublin ist, so wenig Spaß macht es, sie auch tatsächlich komplett zu erlaufen. Man muss sich schon die richtigen Ecken suchen. Oder einfach erst abends losgehen…

Lange Rede, kurzer… Ich bin trotz allem gesund und munter durch die Stadt geschlendert. Spaßig wars allemal!

Kategorien
2016 Dublin Irland

Unsortierte Bilder aus Dublin

Heute war ein voller Konferenztag, deshalb gibt es nur unkommentierte Fotos einiger Kleinigkeiten.

Naja, vielleicht verlier ich noch ein oder zwei Worte: heute hat es doch tatsächlich geregnet. Zwar nur kurz, aber trotzdem. Das Unigelände füllt sich wirklich extrem schnell mit Touristen und vor allem Touristengruppen. Die stehen dann für das Book of Kells an. Zur Abendunterhaltung wurde ins Irish Whiskey Museum geladen. Gelungener Tag, alles in allem.