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Boot gekauft

Ja, wir haben ein Boot gekauft. Dazu später mehr.

Guten Morgen

Aber erstmal allesamt wohlauf, dann lassen wir Nora mal im Sand am Strand spielen. Und weil sie uns dankenswerterweise um 7:30 geweckt hat und auch unser Neuzugang noch auf MESZ schläft (und aufwacht), konnten wir im schönsten Sonnenschein, aber ohne sengende Saharahitze an den Strand fahren.

Ab zum Cape Coral Yacht Club Community Park und den leeren Strand begutachtet. Erstaunlich hübsch, obwohl der Strand in der Länge sehr überschaubar ist. Aber der Sand ist pulverig, das Wasser warm und recht klar und die Sonne scheint. Nora scheints gefallen zu haben, auf jeden Fall ging es für unsere Jüngste stetig und ohne Rücksicht auf Verluste krabbelnd Richtung Golf von Mexiko. Irgendwann wurde es uns aber zu warm, also ging es zum…


Frühstück

Eigentlich war mal wieder Denny’s angedacht, einfach, weil Nora langsam Richtung quengelig tendierte, aber auf dem Weg haben wir uns spontan für das Waffle House entschieden. Kannten wir nämlich noch nicht. Deshalb hier ein neuer Restauranttest.

Überraschenderweise gibt es dort Waffeln. Wir kennen jetzt nur eine Location, aber schließen daraus einfach mal auf alle. Generell scheinen die mehr auf klassisches Diner zu machen, also eher schmal und lang geschnitten, mit Bar und Küche direkt dahinter. An den Tisch gebracht wurden wir von einem netten… Kerl, der einen Zahnstocher nonchalant im Mund balancierte und vom Gesicht her alles zwischen 13 und 30 hätte sein können. Wir haben nicht gefragt. In Filmen hätte er meist den Namen „Babyface“ und wäre „unser Mann fürs Grobe“.

Nora hat wie immer alle auf ihre Seite gezogen, aber das sind wir ja mittlerweile gewohnt. Besonders unserer Kellnerin hatte sie es angetan. War auch ne nette. Essen war größtenteils Standard, aber was willste auch bei Eiern und Toast groß variieren? Ausreißer waren grits, besagte Waffeln und hash browns, die es hier mit allen möglichen Toppings gibt. Tobi hat sich für Chili entschieden. Der Kaffee war außerdem heiß.

Alles in allem empfehlenswert und knappe 4 von 5 Waffeleisen.


Pause und Pool

Jetzt war Nora aber auch endgültig alle und ist direkt ausgeknockt ins Bett. Die Zeit haben wir genutzt, um die Mittagssonne im Pool erträglich zu machen. Der Pool war übrigens nur 31 Grad warm. Ziemlich kühl.


Boot kaufen

Da uns noch diverse Dinge für das volle Poolvergnügen fehlten, musste nochmal eingekauft werden. Zum Beispiel ein Boot… und vielleicht noch anderes.


Diverses

Die Absurditäten und andere Dinge des Tages…

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Relaxi-Taxi

Freitag

Der Morgen begann mal wieder sportlich, die nächste Crossfit-Box musste schließlich angetestet und die müden Knochen bewegt werden. Und auch dort treibt man das Konzept der Barebone-Fitness auf die Spitze und lässt die Duschen weg. Wer braucht schon bei 30° und tropischen Temperaturen eine Dusche nach dem Bootcamp? Ein Handtuch auf dem Fahrersitz und die aufgedrehte Klimaanlage nach dem Training reichen ja wohl!

Vormittag

Zuhause gab es dann wieder Frühstück with a view @ the pool. Und danach entschlossen wir uns todesmutig noch vor dem Nachmittag an einen Strand zu fahren, da die Wetter-App für den gesamten Tag Bewölkung und Wind angesagt hatte. Gesagt, getan, Nora eingesackt und mit dem Auto zum Lynn Hall Memorial Park aufgebrochen und mit dem Buggy an den Strand gerollert. Dort durfte Madam dann noch mal feinsten Golfküstensand speisen und die Nase in den Wind halten.

Da die Bewölkung aber dann doch nicht so lange anhielt wie versprochen, ließen wir den Strand Strand sein, gönnten uns noch das erste Eis des Urlaubs – natürlich von einem Chain Restaurant, diesmal einen Mini Blizzard der Dairy Queen – und machten uns angezuckert auf den Weg zum Lunch/Dinner.

Ansonsten ist die Strandpromenade von Fort Myer’s Beach an den der Strand grenzt leider so krawallig und prollig, wie man das eben am Strand mit vielen Hotels und Touristen/Spring Breakern vermutet. Daher nur zwei von fünf Poolnudeln für den Lynn Hall Memorial Park.

Hunger

Wie es sich freitags gehört, war das bei TGI Friday’s geplant – uns stand der Sinn nach Rippchen und Salat. Leider war das Restaurant und die Truppe dort trotz der Leere im Restaurant bei unserem Eintreffen gegen 16:00 Uhr ziemlich überfordert und Nora musste erst mal losquengeln, bis wir nach dem Essen unsere Rechnung bekommen und begleichen durften.

Müde

Danach haben wir das Müdigkeitsloch unseres Sidekicks genutzt, um den Rückweg zur Villa anzutreten. Geplant war dann noch ein kurzer Spaziergang in Suburbia, aber Nora war zugleich bettschwer und aufgekratzt, sodass wir die Bettruhe nachdrücklich empfehlen mussten.

Samstag

Ist wenig passiert. Wir haben gefrühstückt (Denny’s, diesmal ohne Schlangenlatino), Pizza gegessen (Domino’s, die eine praktische Trageanleitung auf die Rückseite der Schachteln drucken) und sind ins Bett. Der einzige Unterschied ist, dass wir jetzt zu viert sind, Nora hat nämlich jetzt ihre Oma mit dabei (die auch ein X am Einreiseautomaten hatte. Gefährder halt).

Außerdem ist unser Auto jetzt ein Nissan aus New York, also mehr empire state of mind als sunshine state. Was ein schneller Tausch in einer Stadtlocation werden sollte ist mangels Routenführung zu einem interessanten Chaos am Flughafen von Fort Lauderdale geworden. Dafür hat der neue jetzt weniger Plastik und mehr Kunstleder – na gut, ist auch Plastik…

Oh, und ob des gestrigen Regens und der heutigen Frosttemperatur von maximal 27 Grad ist der Pool schweinekalt und nur noch knapp über 30 Grad. Wenn das so weitergeht…

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Heiß und Strand

Viel mehr ist heute eigentlich nicht passiert. Es war heiß und deshalb dringend notwendig, den Siesta-Rythmus beizubehalten.

Frühstück gab es heute im House of Omelets, wo es – surprise surprise – Omelettes gab. Aus gefühlt und sicher auch in echt vier Eiern, dazu Hackfleisch, Paprika, Zwiebeln und natürlich Käse. Fertig ist der Texan. Wobei, zum fertigen Omelette (und besonders in einem US-Restaurant) fehlt natürlich noch mein choice of two sides plus Brot… Weil man von so einem gigantischen Eierklops allein ja nicht satt wird, müssen also noch Bratkartoffeln dazu. Und eben Brot. Elena hatte übrigens einen Breakfast Burrito, der im Vergleich irgendwie klein aussah. Nora hat sich wie immer den Rest der Gäste einschließlich Belegschaft zum Freund gemacht. Und ein besonderes Augenmerk dient den bodenlosen Butter- und Half&Half-Schälchen auf jedem Tisch. Weil man eben nie genug Butter haben kann…

Anschließend wollten wir gestern nochmal so ähnlich wiederholen und sind ins Rotary Park Environmental Center gefahren. Das haben irgendwelche Clubmitglieder in Cape Coral gebaut, um Natur bla bla bla. Schön Kohle rausgedrückt, aber keinen Cent mehr gehabt, um den Spielplatz zu überdachen. Naja… An sich auch eher nur 2 von 5 rotierenden Rotoren, denn es ist halt ein Park.

 

Einen Einkauf später war dann Siesta angesagt. Außerdem kam unsere erste Bestellung an, zuverlässig unter die Bank auf der Veranda abgelegt…

Passend zum Nachmittag und dem Zeitpunkt, an dem die Nadel des UV-Index nur noch zwischen very high und high hängt, sind wir dann in den Lovers‘ Key State Park aufgebrochen. Natürlich ohne Nora, denn Lovers und so. Der Weg hat uns dann auch direkt an einer unserer Locations 2014 vorbeigeführt. Im spontanen Vergleich ist unser Ferienhaus hier aber wesentlich besser. Lovers Key ist als State Park mit einem Eintritt gesegnet, lohnt sich aber durchaus. Nora hat anscheinend auch den Sand genossen, zumindest hat sie ihn munter und händeweise gegessen und sich ihre frischen Zähne an Muscheln geschärft. Auf dem Weg nach draußen sonnte sich dann noch eine Schildkröte am Straßenrand. Köpfchen rein, Köpfchen raus, Köpfchen rein, Köpfchen raus… 4 von 5 knutschenden Liebespaaren, den einen fehlenden Stern gibt es, sobald uns Muschelsuchen interessiert.

 

Abendessen war heute mal am Pool, wir brauchten Fleischpause.

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So it does rain in paradise

Es regnet zwar nie in Southern California, aber in Florida ganz offensichtlich schon.

War aber nicht den ganzen Tag so. Der begann nämlich sonnig und früh und mit einem Besuch unseres Poolboys Rob, der unseren Pool wartete.

Im Rahmen unserer Serie „Wir essen uns durch alle Ketten“ gab es heute Frühstück bei Denny’s. Dem aufmerksamen Leser sicher schon seit 2009 bekannt, aber immer wieder ein Muss, wenns auf diesen Kontinent geht. Verglichen mit IHOP sind hier die herzhaften Sachen eher die strong suit und die Hash Browns liegen klar vorne. Überraschend war allerdings, dass auch die Pancakes irgendwie besser waren. Und Nora hat sowieso wieder jeden angelacht. Höhepunkt war mitten im Frühstück der Blick aus dem Fenster, wo ein eher finster dreinblickender Latino am Gras hockte und bei näherem Hinsehen eine Schlange in der Hand hatte. Die wohl sein Haustier war…

Mit einer sich dem Vormittagsschlaf nähernden Nora ging es dann in Richtung Four Mile Cove Ecological Preserve, einem Mangrovenwäldchen(?)

direkt an der Autobahn, wo man sein eigenes Wort nicht versteht. Deshalb nur ein Stern. So Kinder, und jetzt wieder ins Hotel und dann fliegen wir zurück nach Hause, wo alles besser ist.

wie uns ein deutscher Tripadvisor-Rezensent glauben machen wollte. Auf den wir glücklicherweise nicht gehört haben, denn nach 20 Metern mangroveneinwärts war von der Autobahn nix mehr zu hören. Stattdessen gab es Ruhe und Mangroven und Infotafeln – die allerdings immer das wichtigste Detail vermissen ließen, nämlich, wo genau das jeweils Beschriebene jetzt zu finden sei. Eine klare Empfehlung und von Nora gibt es auch fünf von fünf Schlafmützen, die hat hier nämlich ihren Vormittagsschlaf gehalten.

Wie gestern geplant sind wir dann für die Mittagshitze in die Villa entfleucht, um uns in einen eher mexikanischen Siesta-Modus zu versetzen: morgens Action, abends Action, dazwischen Pool. Der scheint es auch Nora angetan zu haben, zumindest, wenn sie nicht und man selbst aber im Wasser ist.

Neue Geräusche eines offensichtlich glücklichen Babies. Ansonsten gab es ganz Siesta-mäßig wenig zu berichten aus dieser Zeit. Außer vielleicht diesem eingangs schon erwähnten torrential rain, der die komplette Poolarena unter Wasser setzte. Was natürlich dem Pool selbst wenig ausmachte.

Als Abendprogramm hatten wir uns eigentlich die Sunset Celebration at Cape Coral Yacht Club ausgesucht, was laut Beschreibung frei übersetzt eine bunte Mischung aus Verkaufsständen, Programm und Food Trucks sein sollte. In eben diese Food Trucks hatten wir auch die Hoffnung auf unser Abendessen gelegt. Und wurden munter enttäuscht. Die bunte Mischung war eher grau und die Food Trucks waren mit gutem Willen ein Stand mit Popcorn und ein Wagen mit so etwas wie Crepes. Auch Nora schien dem Schlafland nahe, musste jetzt aber Richtung Lobster Lady Seafood mitziehen. War aber am Ende kein Problem, denn wenn andere Menschen in der Nähe sind, wird aus Grumpy Tired Nora schnell Entertainer Nora. Essen war nebenbei lecker, mit Hähnchenburger und frittierten Muscheln.

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It’s getting hot in here, so…

…ne, alles haben wir uns nicht ausgezogen. Aber alles bis auf die Badehosen.

Heute gings sportlich los, mit Tobi beim Crossfit. War ok, um mal wieder die Knochen zu bewegen, kommt aber nicht an die Homebox in Berlin ran. Außerdem haben die keine Duschen, was bei dem Klima hier eher seltsam anmutet. Dafür haben sie dann wieder Decken-„Ventilatoren“ mit 2 Meter Rotorblättern.

Zuhause dann mal am Pool gefrühstückt, man gönnt sich ja sonst auch eher wenig.

Den Mittag haben wir dann wechselnd indoor und am bzw. im Pool verbracht, ehe dann irgendwann der Hunger kam und wir Richtung Pine Island aufgebrochen sind. Einen frittierten Krebs später haben wir uns dann noch kurz Matlachan „angeschaut“, wobei es erstens extrem brütend war, zweitens eher wenig zu sehen war und drittens das, was zu sehen war, an der einzigen Hauptstraße lag. Um die schon etwas hitzemüde Nora nicht weiter zu ärgern, haben wir das auch abgebrochen und haben einen unserer berühmten „what the fuck are these guys buying“-Einkäufe gemacht. Ein bunter Strauß diverser Artikel, die wohl nur wenige Haushalte so kaufen würden. Wobei wir uns das Milchpulver für sportliche 36 Dollari plus tax dann gespart haben. Aber hey, zwei Gallonen Arnold Palmer müssen schon sein.

Auf dem Weg bimmelte auch das Telefon ständig im Alarmmodus, um uns mit Amber Alerts zu versorgen. Kurz gegoogled: es wurde also ein Kind abducted, und die guten Amerikaner werden jetzt aufgefordert, danach Ausschau zu halten. Vorzugsweise durch Kimme und Korn.

Zwischenstopp zuhause, Nora ins Bett, wieder raus und dann in den Pool. Schien zu gefallen, auf jeden Fall besser als dieses gräßliche Babyschwimmen in Neukölln (nix gegen Neukölln).

Und dann mit dem Abendhunger wieder los. Google empfahl einen Taco Food Truck. Der war dann auch tatsächlich noch geöffnet, stand wenig vertrauenserweckend auf einem leeren Parkplatz neben der Ausfallstraße und wirkte jetzt auch eher verlassen. Auf Nachfrage waren auch die Hälfte der Füllungen schon weg, aber immerhin die Cow Tongue war noch da. Freut sich besonders Tobi „Gimme the weird shit“ von S. drüber. Noch gehts uns gut.

Und endlich haben wir den Türöffner für das Garagentor gefunden. Jetzt müssen wir also einmal weniger aus dem Auto steigen.

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Well hello there, beautiful

Heute war Ende in Miami und Abfahrt Richtung Cape Coral. Nach Frühstück (diesmal nicht IHOP), Packen und Koffertetris gings nochmal als Zwischenstopp nach Little Havana, zum Titan de Bronze (großartiger Name, btw). Stolpert man in den Laden bzw. die Fabrik (eigentlich Manufaktur, aber der Begriff ist so ausgelutscht) – netterweise sagt ein großes Schild auch, dass customers welcome sind – landet man quasi direkt einem von mehreren Zigarrendrehern auf dem Tisch. 5 Zigarren erstanden und entlassen mit einem ernstgemeinten (ich habe nochmal nachgefragt)

If you like them, and you want them in another size, just call and say „Daniel, can I have them in this and that size“, and I have them rolled, my friend.

That’s motherf****ing customer service, meine Freunde!

Die Fahrt war dann eher unspannend und kurzweilig, wobei es schon beeindruckend ist, wie schnell man so einen kompletten Bundesstaat in der Breite durchqueren kann.

In Cape Coral sind wir dann beim Ferienhaus angekommen und, nachdem wir den Schlüssel aus seinem Versteck befreit hatten, waren wir doch eher massiv positiv beeindruckt. Wir haben bis jetzt nix Negatives finden können – außer vielleicht, dass hier knapp 50 Schalter sind, aber nur die Hälfte davon augenscheinlich eine Funktion hat…

Pool ist pupswarm. Der Kühlschrank kotzt Eiswürfel. Das Garagentor öffnet sich auf Knopfdruck. Jedes Zimmer hat nochmal ein Zimmer als Anhang. Dass hier ein Pool ist, hab ich schon erwähnt?

Einen sportlichen Einkauf im Gegenwert von 140 Dollari später (Klopapier für $7…) haben wir dann Pizza bestellt und das wars dann für heute…

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Frühstück, Strand, Shopping, Essen, Strand – just your typical day

Sonntag halt… Nora hält sich weiterhin an die Aufstehzeit, also hüpfen wir wunderbar zeitig zu unserem Stammpfannkuchler IHOP. Nora ist da mittlerweile bekannt als happy as ever und wurde heute auch dem Chef vorgestellt. Ich sag ja: Türöffner.

Danach haben wir mal was verrücktes gemacht und die junge Dame hier zuhause schlafen lassen. Was ganz nett war, denn so konnten die Eltern auch mit eindösen.

Nach langer Überlegung, wieviel UV man so einem Frischling nun zumuten kann (eigentlich egal, denn der Index steht hier eh fast immer auf extreme), sind wir gewappnet mit diversen Sonnenblockern zum Hollywood Beach Broadwalk aufgebrochen. War… nett. Aber lockt jetzt keinen Europäer hinterm Ofen hervor. Halt eine Strandpromenade. Wobei dir Leute schon ulkig anzuschauen sind, und Urlaub scheint auch Synonym für „Bier vor zwölf“ zu sein.

Gut angeschwitzt sind wir dann nochmal in eine Mall, denn mummy needs a new pair of shoes. Gesagt, gekauft.

Anschließend haben wir etwas total unamerikanisches gemacht und sind zum Essen gelaufen. Jaja, the Germans halt. Gab lecker Baby Back Ribs und Burger im Flanigan’s, dazu Noras typischer Leuteeinwickelcharme.

Als Ende dieses ereignislosen Tags sind wir nochmal an den Strand und haben die Sandratte laufen lassen.

Gute Nacht, morgen gehts an die Golfküste.

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Tiere gucken. Burger essen.

Vorab noch ein paar unsortierte Gedanken:

  • US-Amerikaner sind gefühlt wirklich die lausigsten Autofahrer. Es gibt aber augenscheinlich weniger Unfälle als erwartet.
  • Es gibt überall Bushaltestellen. Es warten überall Menschen an diesen Haltestellen. Wir haben noch keinen Bus gesehen.
  • So ein aufgewecktes Kind ist der totale Türöffner. Kleiner Tipp an Alleinerziehende…

Jetzt aber zum Tagesgeschäft. Nora hält sich vorerst an die 6:30 Uhr, was okay ist. Dafür, dass wir roundabout 8000 km von ihrem angestammten Revier entfernt sind. Aufstehen, duschen, IHOP. Nothing new here.

Und wie man dann halt so seinen Tag um sein Kind herum organisiert, haben wir ihren Vormittags-Nap genutzt, um sie ins Auto zu verfrachten und sie dann wie von Zauberhand am Zoo Miami aufwachen zu lassen. Wurde akzeptiert. Eintritt bezahlt und erstmal abgelehnt, für 30 zusätzliche $$$ die Tiere füttern zu dürfen(?). Auf jeden Fall hat sich Nora dann auf dem Spielplatz gleich mit anderen Kindern angefreundet und sich bespaßen lassen, bevor sie dann selber den wippenden und nachgebenden Granulatboden getestet hat.

Der Zoo selbst ist eher klein, aber echt angenehm aufgemacht. Wasser kostet sportliche 3 Dollari, und wer will, kann sich auch morgens um 10:00 schon am Craft Beer für 8 Dollari versuchen. Haben besonders die gemacht, die wohl als Company Reward für ihre sicherlich wichtige Charity-Arbeit von JP Morgan Chase & Co in den Zoo gelassen wurden.

Kurzer Zwischenstopp – dank Noras Schlafbedürfnis etwas länger – und die hungrigen Mägen haben uns in Richtung Lincoln Rd Mall und endlich endlich endlich wieder Shake Shack getrieben. Also geparkt und:

Maximale Einfahrtshöhe 8 Fuß.

Was weiß denn ich, wieviel das ist? Statt mit irgendwelchen Fanatasiemaßen vielleicht mal mit was echtem messen? Egal, rein da, wird schon knirschen. Genau, geparkt und dann Shackburger, Fries und Lemonade. Konsistent großartig.

Zurückgetrieben von – naja, ich glaub, das kann ich so langsam auch lassen, ist ja eh klar, warum wir welche Richtung einschlagen. Zurück, und auf dem Weg noch

Das war Barbara Becker.

Und der alte Promispotter Tobi hats verpasst. Und dann wieder los zum Strand, Madame war heute etwas wacher und sollte auch mal in den Genuß erster Hand des großartigen Konzepts „Strand“ kommen. Wurde akzeptiert und gegessen, besonders der Seetang.

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Shøpping und meer

Ja, Nora und die Nacht, die brennende Frage von gestern. Kurz nach Mitternacht. Aber mit freundlicher Gewalt konnte sie dann doch noch dazu bewegt werden, „dunkel“ mit „schlafen“ zu assoziieren und bis 6:30 zu nächtigen.

Nach der ersten Nacht hier, die auch viel unter dem Zeichen des Kampfes gegen die Klimaanlage stand, musste dann dringend Frühstück her. Fahrtrichtung IHOP, wo Nora dann ihren ganzen Charme spielen ließ und wirklich jeden um ihren winzigen Finger gewickelt hat. Pancakes, French Toast, Eier, Speck und Hash Browns waren auch eine recht solide Grundlage.

Kurze Überlegung, was wir heute denn machen wollen, und wir entschieden und für den Klassiker und sind nach Sawgrass Mills zum Einkaufen gefahren. Fazit: ist mit Baby ein wenig herausfordernder, aber nicht unmöglich. Zumal Nora ja auch die Extrovertiertheit in Person ist. Nur blöd, dass sie auch in jeden reinbeißen will, und zwar nicht im übertragenen Sinn. Nun denn, wir waren als recht erfolgreich und waren dann zum Lunch – wie eigentlich bei jedem US-Urlaub – zuerst mal in der Cheesecake Factory. Und weil Experimente doof sind, essen wir auch seit 2009 immer das gleiche. Schmeckt aber, sonst würden wir das nicht machen.

Ein Zwischenstopp bei Walmart (da ist übrigens irgendwie die Luft raus, zum ersten Mal wirklich gemerkt, wie trashig das da ist) und wir sind mit schlafender Nora zuhause angekommen. Netterweise schlief sie auch in der Manduca weiter, denn die Erziehungsberechtigten verspürten irgendwie den Drang, jetzt doch endlich mal das Meer zu sehen. Und 136 Schritte später standen wir am Atlantik. Der übrigens sehr kalt ist. Und auch Nora hat Atlantikküstensand am Fuß gehabt.

 

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Letzter Tag, Lanzarote durchgespielt

Das war dann also der letzte Tag auf Lanzarote. Und irgendwie haben wir beide den Eindruck, die Insel erstmal durchgespielt zu haben. Deshalb war heute auch nur wenig los: der gescheiterte Versuch, Arrecife zu besichtigen (keine Parkplätze und verwirrende Straßen), ein längeres Entlangschlendern (andere nennen es Rumlungern) in Costa Teguise, nochmal die Playas de Papagayo und dann wieder Tapas-Essen zum Abend.

Zeit für ein…

Fazit

Lanzarote? Kann man machen, denn es ist warm und sonnig. Und grün. Und schöne Strände. Und windig.

Essen? Es gibt den Pauschalisten geschuldet viel viel Schund auf der Insel. Full English Breakfast für 2€? Könnt ihr euch denken, hm? Und die Lokale direkt an welcher Strandpromenade auch immer sollte man – vorsicht, Pauschalurteil – wohl besser auch auslassen. Krank wird man nicht vom Servierten, aber Inlands oder zumindest in zweiter Reihe steigt die Qualität doch merklich. Zum Beispiel in der Taberna de Nino in Puerto del Carmen :-)

Unterkunft? Das war unser erster Betonbunker, und es war wohl auch einer der schlechteren. Wir würden nächstes Mal zur Ferienwohnung bzw. zum Ferienhaus raten.

Sehenswürdigkeiten? Sind unserer Meinung nach manchmal etwas überbewertet. Schön ist das meiste, aber ein einzelner Turm/Skulptur von César Manrique lässt einen kaum in Begeisterung ausbrechen. Empfehlenswert sind zum Beispiel der Nationalpark Timanfaya, das Örtchen Teguise, der Nordosten der Insel sowie diverse Strände. Apropos…

Strände? Playa de Famara ist seeeehr schön. Wirklich wirklich! Und die Strände in Costa Teguise auch. Und die Playas de Papagayo sind auch schön, auch, weil sie direkt zum Wandern eine Etage weiter oben einladen.

Wohin? Nicht nach Playa Blanca, soviel steht schonmal fest. Einmal die Insel komplett Richtung Osten durchquert landet man zum Beispiel in Costa Teguise. Das ist zwar fest in britischer Hand (erklärt auch die Full English’s für 2€), strahlt aber eine etwas angenehmere Atmosphäre aus.

Was unternehmen? Wassersport und Wandern bieten sich an.

Nochmal hin? Schwierige Frage. Um zum Beipiel einen Tauchkurs zu machen oder zum SUP’en oder (Wind-)Surfen: ja. Zum Wandern? Mit entsprechender Wanderkarte auch ja. Zum am Strand liegen? Eher nein, aber das ist auch nicht unsers. Zum Insel erkunden? Auch eher nein, den gefühlt ist die – für das, was wir suchen – durchgespielt. Wenn man im Winter Sonne braucht? Ja, definitiv ja.