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2025

Áéîóèèáêe

Das schöne an der Gegend hier ist ja, dass die Entfernungen auf der Karte weit aussehen, aber die Fahrtdauer dann 12 Minuten beträgt. Das sind so kleine Häppchen, die man machen kann.

Île de Bréhat ➤ Paimpol ➤ La Cabane de Fanch

Zum Beispiel ist der Weg bis nach l’Arcouest nur 15 Minuten lang, und schwupps schon kann man aufs Boot und zur Île de Bréhat übersetzen sich in eine Fahrzeugreihe einreihen, einen Parkplatz suchen und kurz vor Ende des Parkplatzes finden, mit anderen Parkenden zum Anleger pilgern, sich in die Schlange fürs Boot stellen und aufs Boot und zur Île de Bréhat übersetzen. Kann man sich vorstellen wie eine der Küste vorgelagerte Insel, auf der knapp 400 Menschen leben, deren Aufgabe es ist, ihre Insel zuckerbäckerig romantisch herzurichten und den Sommer über Massen an Touristen zu ertragen. Aber das mit dem zuckerbäckerig machen sie sehr erfolgreich und es macht Spaß, einfach rumzulaufen. Dank hungerinduzierter schlechter Laune haben wir uns mittags statt Sandwich Crêpes/Galettes gegönnt (glücklicherweise hat nämlich jemand seine Reservierung verfallen lassen, aber das Thema behandel ich noch).

Weil wir bis 17 Uhr noch Zeit hatten (siehe nächster Punkt), sind wir noch einmal kurz nach Paimpol rein, was die nächstgrößere Stadt hier ist. Auch nett, gibt mehr zum Einkaufen, ist momentan recht voll. Dafür ein Stützpunkt der La Belle Iloise Sardinenfabrik, 2 Kilo Sardinen in Dosen eingesackt.

17 Uhr hat dann die nächste Austernbar auf der Liste der Austernbaren aufgemacht. Ambientemäßig bislang der Höhepunkt, preislich weiterhin nahezu identisch, das Dutzend kostet zwar 1 Euro mehr, dafür bekommt man aber auch 13 Stück – seltsame Rechnung, aber warum denn auch nicht. Wiederholungsgefahr.

Tréguier ➤ spontane Austern ➤ Le gouffre de Plougrescant ➤ L’aubèrge du Trieux

Setzt bald eine Schokocroissantsperre ein? Wir werden es erfahren, heute war es noch nicht soweit. Programm war ein wenig die Gegend angucken, Tréguier ist eine kleine offensichtlich mittelalterliche Stadt. Hat den Nachteil, das man nach oben laufen muss, lohnt sich aber und ist ganz schnuffig. Kirchen können sie ja, die Franzosen, gotisch mit den ganzen Bögen und so. Macht was her, Daumen hoch.

Anschließend wollten wir zu einem der vielen Granitbrocken an der Küste fahren, haben aber wegen der französischen Öffnungszeiten einen Zwischenhalt bei der l’Île aux Huitres gemacht, um den Austernlauf nicht abbrechen zu lassen. Auf dem Granitbrocken sind wir dann auch noch rumgeklettert, granitig, schön. Nur die Gezeiten spielen uns dieses Jahr nicht in die Karten, denn wo immer wir sind, ist Ebbe. Mal ein bißchen Wasser wäre schön.

Zum Abendessen vier weitere Austern weggesnackt und auch sonst sehr lecker in der Auberge du Trieux gegessen. Wenn man reserviert hat, kann man hier schon schöne Abende verbringen.