Noch drei Tage haben wir einen Pool. Also wird er in diesen Tagen auch intensiv genutzt werden. Insofern: wenig anderes ist zu erwarten. Außer Bilder von planschenden Personen in warmem Wasser. Sorry.
SUP und weniger
Noch drei Tage haben wir einen Pool. Also wird er in diesen Tagen auch intensiv genutzt werden. Insofern: wenig anderes ist zu erwarten. Außer Bilder von planschenden Personen in warmem Wasser. Sorry.
Verglichen mit den letzten Jahren muss unsere gigantische Leserschaft ja schon fast enttäuscht sein ob der wenigen halsbrecherischen Erlebnisse in diesem Jahr. Aber erstens haben wir jetzt ja auch einen Klotz am Bein ein liebliches Baby dabei, und zweitens hatten wir auch noch nie einen eigenen Pool mit durchgängig 34 Grad Minimum.
Ein neuer Tag, ein weiteres Kettenrestaurant. Für uns nichts neues, aber heute musste Denny’s mal wieder sein. Uschi kennt es noch nicht und heute ist Sonntag und gleichzeitig Muttertag. Da muss strategisch gedacht werden, denn heute wird jede Mutti zum Frühstück/Brunch etc. ausgeführt und die ohnehin langen Wochenendschlangen vor den Restaurants sind noch mal deutlich länger. Dann doch lieber zu einem altbekannten „Greasy Spoon“, wo die Massen gewohnt zügig abgefertigt werden können. Dort durften wir dann auch alle Varianten der amerikanischen Durchschnittsfamilie beobachten, inklusive Tischgebet mit Händchenhalten und innerer Einkehr im Schnellrestaurant.
Wobei wir beschlossen haben, Denny’s jetzt langsam auszuschleichen…




Hochkalorisch gestärkt ging es dann zurück an den Pool, 1/4 des Urlaubsgespanns war bettschwer und 3/4 waren poolfreudig. So war für jeden was dabei.




Für den Nachmittag wollten wir erneut Sanibel Island und Captiva ansteuern und einen ersten Zwischenhalt bei einem überdachten Spielplatz machen. Davon gibt es in dieser sengenden Tropensonne eindeutig zu wenige, die floridianischen Babys und Kinder sind scheinbar mit der Lederhaut ihrer Großeltern gesegnet. Nora jedenfalls war nach ersten positiven Tests des Bodenbelags „Rindenmulch“ überzeugt und hat sich wagemutig wie eh und je ins Abenteuer gestürzt. Das man eine Rutsche von oben nach unten verwendet, schien ihr aber noch nicht ganz klar zu sein, und so hat die Dame die Rutsche von unten nach oben erklommen und sich dann selbstmörderisch Richtung Abgründe bewegt.




Wir hatten entsprechend auch etwas Bewegung und konnten nach dieser kleinen Bewegungseinheit wieder ins Auto hüpfen und gen Strand rollen. Vorbei an den Reichen und Schönen und ihren Villen Richtung Sandstrand – aber nein, halt, bzw. nicht gleich, denn Parkplätze gibt es hier kaum und wir kamen erst nach laaaangem Kurven an den heißbegehrten Stellplatz. Der dazugehörige Strand war dann die lange Anfahrt nicht wirklich wert, aber zumindest konnten wir die Nasen in den Wind halten und den mitgebrachten Sonnenschirm in den Sand rammen, wie echte Strandprofis eben!



Abendessen gab es mal wieder bei Doc Ford, wie wir jetzt leider merken, ebenfalls ein Kettenrestaurant. Die Aussicht kommt aber nicht an die in Fort Myers heran und außerdem wurde die Atmosphäre von den sanibelesischen Noseeums etwas getrübt. Das erste Mal Moskitos im Urlaub und dann auch noch in unsichtbar!




Heute wollten wir endlich auch mal nach Downtown Cape Coral. Dahin, wo das Leben tobt und wir am Puls der Zeit sind. Genau hier sollte nämlich außerdem auch der weltberühmte Farmer’s Market sein.
Für heute war ein erster Abstecher ins nördliche Florida geplant und unser Ziel sollten wir laut Google Maps auch nach nur knapp anderthalb Stunden Autofahrt erreichen – ideal also für Noras erstes Schläfchen. Wir fuhren also gegen 11:00 Uhr in Cape Coral los und navigierten durchs Hinterland Floridas zum Myakka River State Park, um gepanzerte Urviecher im Sumpf zu sehen und die Aussicht in schwindelerregender Höhe zu genießen. Für letzteres wurde im State Park ein „Canopy Walk“ gebaut, also eine stabile Holzkonstruktion über der Baumkrone, um Flora und Fauna besser ausspähen zu können – btw, die erste in den USA, bevor jeder Hans und Franz eine Zipline gespannt hat und man überall mit Gummiseilen von Brücken springen kann.
Der Canopy Walk war trotz Mittagshitze nett, wenn auch die Aussicht hauptsächlich grün war. Bäume von Oben geben halt nicht ganz so viel her – aber was wissen wir als Nicht-Biologen schon.
Daher nur 3 von 5 möglichen Holzplanken für den Canopy Walk.




Anschließend fuhren wir zum im Park gelegenen Outpost, an dem die Bootstouren mit Airboot-ähnlichen Dschunken ablegen. Dort schnell eine einstündige Tour gebucht, an Bord gehüpft und auf Alligator-Sichtungen gehofft. Davon gab es dann auch einige, wenn auch die Tiere oft nur kurz auftauchten, Schwanz, Schnauze oder Panzer zeigten und dann schnell wieder weiterschwammen, um nicht wieder dutzendmal abgelichtet zu werden. Außerdem war der Wasserstand im See derart niedrig, dass unser Boot nicht nah genug ans sumpfige Ufer fahren konnte, um die größeren Exemplare zu sichten. Aber immerhin, Kroko – äh, Alligatoren gesehen: Check!
Auch die Tour erhält 3 von 5 Propellerbooten.




Die Rückfahrt war lang genug, weshalb wir heute auf Takeout zurückgegriffen haben. Schon lange auf der Liste stand Five Guys, i.e. Burger und Fritten. Obs am Ende an der Tatsache Takeout lag, weiß man nicht, aber so labbrige Pommes hat noch keiner von uns gegessen. Und so viele obendrein, denn zwei regular Portionen reichen für eine fünfköpfige Familie – mit volljährigen Kindern, wohlgemerkt. Die Burger bzw. der Hot Dog waren gut, aber kein Grund, das noch einmal zu wiederholen.
Insofern leicht enttäuschte 2 von 5 Frittierstationen.




Mehr Informationen zum Paket von gestern
Mehr Pakete vom Postmannmensch
Unterhosen für $100
Gute spontane Ideen auf dem Highway
Wir waren wieder im Pool



Nora halt



Heute war Tobi allein mit Nora zu Hause, denn die beiden volljährigen Damen wollten/mussten shoppen gehen.
Erstmal war heute wieder eine Runde Crossfit angesagt, Box Nr. 3 wollte getestet werden. Crossfit 239 stellte sich auch als bisheriger (und wohl letztendlich auch endgültiger, ich will nicht noch mehr Boxen testen) Sieger heraus, was nicht zuletzt an den vorhandenen Duschen lag.
Generell die beste Atmosphäre aller drei Boxen und auch ein durchdachtes Programm. Außerdem waren die Leute hier wirklich nett.
Wenn Crossfit Salvation knappe 4 bekommen hat, bekommt Crossfit 239 ganz eindeutige 4 von 5 Langhantelstangen (lbs).
Wieder zuhause sind die volljährigen Damen dann Shoppen gefahren und haben Nora mit Tobi allein zu Hause gelassen. Das ging auch an und für sich gut. Nur mögen es Babies anscheinend gar nicht, wenn ihr Vormittagsschlaf durch Müllautos unterbrochen wird. Dann sind sie nämlich massiv schlecht gelaunt. Nach einer Viertelstunde haben wir dann aber auch die Lösung gefunden: Schlaf fortsetzen.




Der Rest der Mittags war dann eher unspektakulär. Außer, dass der USPS mal wieder ein Paket gebracht hat.




Irgendwann waren die Damen dann auch wieder da und teilten mit, dass so eine Shoppingtour hungrig mache. Na gut, also ab zu Doc Ford’s Rum Bar & Grille.
Gotta build fast, cement drying! Oh, English side ruined! Must use French instructions! Le Grille? What the hell is that?!
Wir waren hier ja schon 2014 mal und haben hier den Arnold Palmer kennengelernt (Getränk, nicht Golfer). Also auf die Terrasse gesetzt und los. Amerikanisches Leichtbier bestellt und dazu Buffalo Shrimps (gut), Island Style Shrimp & Grits (wirklich sehr lecker), Sanibel Cheese Steak (lecker) und das Special mit Fisch und Muscheln und und und (sehr gut).
Durchweg zu empfehlen und 4,5 von 5 wütenden Homers.




Da schon die Sonne am untergehen war, konnten wir auch endlich mal wieder an den Strand. Und da Bekanntes ja manchmal gut ist, sind wir in Richtung unseres Hotels von 2014 gestartet. Der Sand hier ist pulverig, das Wasser warm, und der Strand vor allem ewig breit.
Absolut empfehlenswert und auch der Sonnenuntergang lohnt sich. Zumal man den hier ja in 5 Minuten abarbeiten kann, sehr kinderfreundlich.
5 von 5 Menschen, die durch Smartphones in den Sonnenuntergang blicken




…denn irgendwie ist der Ablauf kindgerecht auch immer ähnlich.
Morgens sind wir auf jeden Fall erstmal an den Strand, denn früh=besserfürsbaby. Viel ist da nicht passiert, nur hat Nora weiterhin den furchtlosen an den Tag gelegt und ist schnurstracks ins Wasser gekrabbelt. Mutig und potentiell tödlich, aber um letzteres auszuschließen sind wir ja da.




Heute im CRaVE. Glaub ich auch das erste Mal keine irgendwie geartete Kette. Alles homemade und hastenichgesehen. Essen war auf jeden Fall lecker. Pastrami Hash ist irgendwie geschreddertes Pastrami mit Kartoffeln, schmeckt richtig lecker. Dazu natürlich Eier, aber die waren bestimmt auf freilaufend.
4 von 5 vierzackigen Gabeln




Schlafenszeit für Nora ist Poolzeit für den Rest. Also hop hop und rin da! Langsam kratzt die Wassertemperatur auch endlich wieder an den 33 Grad, wird also erträglich. Glücklicherweise scheint dazu noch die Sonne.
Mit nachlassender UV-Strahlung wirds dann auch wieder Zeit für einen Ausflug, heute Richtung Sanibel. Eine Insel, deren einzige Brücke Maut kostet. Also quasi mit Eintritt. Ziel für heute war das J. N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge. Also ein Naturschutzgebiet eines reichen Gönners und Philanthropen (denk ich mal).
Der erste Gedanke war einen Weg zu Fuß zurückzulegen (weil wir $2 sparen wollten), aber Buggy und Muschelkies haben sich irgendwie nicht so super vertragen. Und da der Weg auch irgendwie nur geradeaus mit Hecken links und rechts ging, sind wir flugs zurück ins Auto und haben die fehlenden zwei Dollari gezahlt, um mit Blechkleid durchs Reservat zu fahren. War auch besser so.
Nora haben wir mal abgeschnallt und frei im Auto turnen lassen, was ihr sichtlich gefallen hat. Wir sind ab und an angehalten und haben uns eben die Natur angeschaut.
Für das tatsächlich erlebte 3,5 von 5 Mangrovenbäumchen, für die sich sonst dort noch bietenden Möglichkeiten 4 von 5. Bezogen auf das JN Ding Ding.




Von Sanibel selbst haben wir diesmal noch nicht viel gesehen, denn erstens wurde es spät und zweitens kam der…
Nach kurzer Recherche (übrigens ein Hoch auf den Erwerb einer US-SIM-Karte mit passendem Datentarif) wurde für den Lazy Flamingo gestimmt. Recht beliebt und mit vielen Flamingos dekoriert. Liegt wahrscheinlich am Namen.
Auf jeden Fall hat Nora wieder all ihren Charme spielen lassen und sich die Karte einverleibt, während der Rest von uns mit Muscheln, Cesar’s Salad und Krebsscheren mit Onion Sticks (eine wunderbare Abwandlung der etwas profanen Onion Rings) vorlieb nahm.
Definitiv 4 von 5 gegrillten Flamingobeinen






Heißen aber nicht Lohse und Tante Mechthild war auch nicht dabei. Trotzdem sind wir heute mal Outlet-Shoppen gegangen. Wobei das Verhältnis der Ausbeute klar in favor der mitgereisten Damen war.
Aber was soll man auch sonst über Einkaufen erzählen? Ins Geschäft, was ausgesucht, und am Ende kann man Geld gegen Waren und Dienstleistungen eintauschen. Leider waren die Preise irgendwie nicht mehr so mega wie noch die Jahre davor. Lag aber nicht unbedingt am Dollar, sondern mehr daran, dass wir grad in einer schlechten Angebotsphase gelandet sind. Es haben sich nämlich fast alle auf buy one get one 50% off eingeschossen. Was ungefähr so sinnvoll ist wie Amazon, dass mich nach dem Kauf einer Waschmaschine fragt, ob ich nicht noch mehr Waschmaschinen kaufen möchte…
Erfolgreich waren wir trotzdem irgendwie.




Nach Geldausgeben bestand dann der dringende Bedarf, noch mehr Geld auszugeben. Also ab zu Ford’s Garage. Einer Kette, die sich anscheinend ganz dem Andenken Henry Ford’s verschrieben hat. Hier hängen unzählige Ford-Devotionalien an Wänden und Decken und zum Essen gibt es erstaunlich gute Burger. Positiv ist immer, wenn ein Burgerbrater nach dem Durchheitsgrad fragt. Und der am Ende auch eingehalten wird. Also: Burger lecker!
Ab und an trötet dann auch mal unverdrossen ein Model T seine Hupe. Wahrscheinlich, damit der Laufbursche an der Tanke die Reifen vulkanisiert und den Tank mit Petroleumdestillat auffüllt.
Tobi hatte die Wahl aus etwa 150 Bieren zu wählen. Als dann aber das Blueberry Wheat Ale mit im Bier schwimmenden Blaubeeren serviert wurde… und eben kein Blaubeerweizen (was immer das sein mag) war… Wirkte irgendwie so, als würde einem der Kellner Erdbeeren ins Schultheiss mischen, weil „is Sommer, Keule“. Schmeckt trotzdem alles.
Klare 4 von 5 Fertigungsbändern für Ford’s Garage.




Naja, Wasser und nass halt. Nora durfte mit rein. Und hatte anscheinend auch wieder Spaß.




Ja, wir haben ein Boot gekauft. Dazu später mehr.
Aber erstmal allesamt wohlauf, dann lassen wir Nora mal im Sand am Strand spielen. Und weil sie uns dankenswerterweise um 7:30 geweckt hat und auch unser Neuzugang noch auf MESZ schläft (und aufwacht), konnten wir im schönsten Sonnenschein, aber ohne sengende Saharahitze an den Strand fahren.
Ab zum Cape Coral Yacht Club Community Park und den leeren Strand begutachtet. Erstaunlich hübsch, obwohl der Strand in der Länge sehr überschaubar ist. Aber der Sand ist pulverig, das Wasser warm und recht klar und die Sonne scheint. Nora scheints gefallen zu haben, auf jeden Fall ging es für unsere Jüngste stetig und ohne Rücksicht auf Verluste krabbelnd Richtung Golf von Mexiko. Irgendwann wurde es uns aber zu warm, also ging es zum…




Eigentlich war mal wieder Denny’s angedacht, einfach, weil Nora langsam Richtung quengelig tendierte, aber auf dem Weg haben wir uns spontan für das Waffle House entschieden. Kannten wir nämlich noch nicht. Deshalb hier ein neuer Restauranttest.
Überraschenderweise gibt es dort Waffeln. Wir kennen jetzt nur eine Location, aber schließen daraus einfach mal auf alle. Generell scheinen die mehr auf klassisches Diner zu machen, also eher schmal und lang geschnitten, mit Bar und Küche direkt dahinter. An den Tisch gebracht wurden wir von einem netten… Kerl, der einen Zahnstocher nonchalant im Mund balancierte und vom Gesicht her alles zwischen 13 und 30 hätte sein können. Wir haben nicht gefragt. In Filmen hätte er meist den Namen „Babyface“ und wäre „unser Mann fürs Grobe“.
Nora hat wie immer alle auf ihre Seite gezogen, aber das sind wir ja mittlerweile gewohnt. Besonders unserer Kellnerin hatte sie es angetan. War auch ne nette. Essen war größtenteils Standard, aber was willste auch bei Eiern und Toast groß variieren? Ausreißer waren grits, besagte Waffeln und hash browns, die es hier mit allen möglichen Toppings gibt. Tobi hat sich für Chili entschieden. Der Kaffee war außerdem heiß.
Alles in allem empfehlenswert und knappe 4 von 5 Waffeleisen.




Jetzt war Nora aber auch endgültig alle und ist direkt ausgeknockt ins Bett. Die Zeit haben wir genutzt, um die Mittagssonne im Pool erträglich zu machen. Der Pool war übrigens nur 31 Grad warm. Ziemlich kühl.



Da uns noch diverse Dinge für das volle Poolvergnügen fehlten, musste nochmal eingekauft werden. Zum Beispiel ein Boot… und vielleicht noch anderes.




Die Absurditäten und andere Dinge des Tages…



