Kategorien
2025

Bienvenue à Preignac

Vorwärts immer, stetig Richtung Süden, die letzten Kilometer fressen. Irgendwann ist man ja da.

Wobei die letzten Kilometer wirklich lang waren, weil wegen Stau und zähem Verkehr und so um Porto herum. Passt dann aber doch immer ganz gut, weil wir ja meistens erst um 16 Uhr einchecken können, und wenn wir dann frühes Losfahren mit kurzen Wegstrecken kombinieren, könnte es sonst passieren, dass wir vor der Tür stehen und noch nicht reinkönnen. Vielleicht.

Kurzer Abriss zur Nacht: das Hôtel de Parc Pirates ist ein Themenhotel aus der Hölle. Man hat quasi einem Étap-Hotel mit DeCeFix Holzbohlen aufgebügelt und einen Teppich in Plankenoptik verlegt und dem ganzen dann das Thema „Piraten“ übergehäuft. Das zog sich dann im Restaurant fort, in dem wir unser Frühstück essen durften. Es war wohl besser, dass die Beleuchtung gedimmt war. Aber immerhin sicherlich nicht lizenzierte Bilder von Johnny Depp an der Wand. Piraten halt. Egal, war nur für die Nacht, Abfahrt.

Preignac, Perle des Sauternes

Wir sind dann auch auf unserem Weingut gelandet. Jo, traumhaft. Gehört einem Deutschen, es gibt einen Pool, zwei Hunde lassen sich streicheln, und Gänse und Hühner gockeln auch herum. Aussicht 1a und Weinflaschen ohne Etikett gibt es obendrauf.

Ich reiß den ersten Tag nur kurz ab, weil ich auf der Terasse sitze und meinen Wein genießen möchte. Es war Markttag in Cadillac, wir haben viel Geld für leckere Dinge ausgegeben – Wurst, Käse, Hasenspieß. Das lebende Huhn war verlockend, so als Dankeschön an unseren Gastgeber, weil der Fuchs bei seinen Hühnern rein ist, haben wir aber doch gelassen. Hasenkopf hat Nora vehement abgelehnt, trotz Spottpreis von 50 Cent. Es gibt leckeres Gebäck aus Bordeaux namens Canelés.

Danach Pool, danach Château de Cazeneuve (schön, aber definitiv Teil von „kennste eins, kennste alle“, dafür aber mit Knutschgrotte der Königin). Abendessen, jetzt Terrasse, hier Fotos: