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2026

Wir sind eine Pferdefamilie

Und das ist ab jetzt unsere Identität. Hüüh!

Nein, ganz so schlimm lassen wir das nicht werden. Wir haben in den Herbstferien mal was Neues ausprobiert und sind zum Reiten nach Fehmarn gefahren. Das ist die Insel, die man nur von der B207 aus kennt, wenn man schnurstracks nach Puttgarden fährt, um nach Dänemark (siehe diverse frühere Beiträge) überzusetzen.

Also: Reiterhof. Erstmal ein interessantes Spiel, da eine freie Unterkunft zu erwischen. Das Konzept Reiterhof ist inselweit zwar recht häufig vorhanden, aber genauso beliebt und dementsprechend schnell ausgebucht. Wir hatten irgendwie Glück (und noch mehr Glück, weil wir auf eine Wohnung mit Sauna hochgestuft wurden). Der Wochenplan sah Reiten für alle drei vor, mit der Option auf den Reitlehrgang für Nora. Die war nach der Beschreibung eher skeptisch, aber eine Einstiegsreitstunde vor Ort Montag früh hat die Meinung gedreht und ihre Nachmittage waren von Montag bis Donnerstag durchgetaktet. I.e. Freizeit für die Eltern (ob wir die optimal genutzt haben, wer weiß, aber wir haben uns Mühe gegeben). Und jeden Abend dann Reiten für Elena und Tobi. Und Freitag nochmal zusammen zu dritt in der großen Halle mit viel Galopp und Spaß.

En détail ist da wenig zu sagen, ohne komplett auszuufern. Der Hof ist toll und unfassbar sauber. Alle sind durch die Bank weg super lieb. Es gibt sehr viele Pferde, die allesamt sehr gut aussehen und sich nach unserem professionellem Test auch ebenso reiten. 2 Reithallen. Viele Leggins (Tobi auch). Muskelkater, bei den einen stark ausgeprägt und früher, bei den anderen leichter und später. Freunde gefunden, Reitabzeichen bestanden. Nur, was genau das Thekenpferd ist, das ist bei Tobi weiterhin unklar.

Toffy, Wegas, Franzi, Bailee, Quincy, Cappi (mit 🖤 als i-Punkt).

Fehmarn i. Allg.

Und was hat Fehmarn sonst so zu bieten, abseits vom Reitsport? Im Sommer wollen wir hier nicht unbedingt sein, wir haben etwas von 160.000 Campern gehört, die sind ja eh nicht unser liebster Schlag. Im Herbst ist das schon sehr schön, wenn auch ein wenig windig (manche würden es als stürmisch bezeichnen). Wir haben gedacht, dass wir vormittags ganz viel machen und anschauen, umgesetzt haben wir davon eher wenig. Regelmäßig Softeis und noch regelmäßigerer Matjes waren dennoch drin.

Hühnergötter (that’s a thing) suchen am Strand im Osten? Ausgefallen wegen Wellen bis zum Wegesrand und verschoben auf ein ominöses „später“. Ein breiter langer Strand im Norden? Klang total schön, hat sich nie ergeben. Der in Sicht- aber nicht Laufweite gelegene Südstrand von Burg? Hätten wir uns angeschaut, wenn wir denn Zeit dafür gehabt hätten. Der beste Tag dafür war noch der Sonntag, da haben nämlich die Pferde frei.

Anders als der Südstrand liegt der Wakepark Fehmarn hingegen in Sicht- und Laufweite unserer Unterkunft. Und ob es da jetzt noch regnet, ist eigentlich auch egal, denn: nass wird man sowieso. Getreu dem Motto „alles ausprobieren“ also 2 Stunden am Mittwoch gebucht. Es war zuallererst wirklich dolle kalt und ein Lagerfeuer fehlte schmerzlich (wobei Neopren und offenes Feuer wahrscheinlich nicht harmonieren). Das Fahren war dagegen erstaunlich leicht zu meistern. Spaß, wenn auch sehr kalter Spaß. Ebenso viel kaltes Wasser geschluckt. Wiederholung gern bei wärmeren Temperaturen. Vielleicht mach ich dann das zu meiner Identität.

Essen und mehr